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Glänzende Zeiten für Cara 

28.10.2019

Dank Goldkrone kann die Tigerdame wieder kraftvoll zubeißen

Hamburg/Pirmasens, 28. Oktober 2019 – Cara hat es geschafft. Nach zwei komplizierten und seltenen Eingriffen kann die Tigerdame nun endlich wieder richtig zubeißen. In der VIER PFOTEN Großkatzenstation TIERART musste Cara kürzlich zwei komplizierte und seltene Eingriffe meistern. Um das Gebiss der Tigerin zu retten und die Raubkatze vor Schmerzen zu bewahren, war ein internationales Spezialisten-Team aus Zahnmedizinern einberufen worden. In der ersten Sitzung wurden alle nötigen Vorbereitungen getroffen, um für die Tigerin eine Zahnkrone anzufertigen. In einer weiteren Behandlung wurde das Meisterstück in das Gebiss der Tigerin eingesetzt.

Bei einer Routineuntersuchung im Juni dieses Jahres wurde festgestellt, dass der obere Fangzahn von Cara zwei tiefe Rillen aufweist und brechen könnte.

„Cara beißt mit Vorliebe an allem herum. Sie nagt nicht nur gerne an Knochen, sondern leider auch an ihrer Gehegeeinrichtung und Drahtgittern. Vermutlich hatte sie sich dabei ihren rechten oberen Fangzahn beschädigt.“

Eva Lindenschmidt, Diplom-Biologin bei TIERART

„Wir hatten bereits auf einem Röntgenbild gesehen, dass die Rillen im Zahn nah an den Wurzelkanal reichen. Wäre der Zahn gebrochen, hätte das für die Tigerin große Schmerzen bedeutet. Zum Glück hatte sich ein internationales Team von Spezialisten auf dem Gebiet der Zahnmedizin gefunden, das für Cara eine Goldkrone anfertigte, darunter der dänische Tierzahnmediziner Jens Ruhnau sowie Dr. Johanna Painer von der veterinärmedizinischen Universität in Wien.“  

Obwohl das Anfertigen einer Goldkrone für die ausgewachsene Tigerdame keine Routine war, verliefen beide Einsätze reibungslos und Eva Lindenschmidt zeigt sich erleichtert: "Die Krone hat sofort perfekt gepasst und wir bedanken uns bei dem gesamten Ärzte-Team für diese großartige Leistung. Tiger mit Goldkrone gibt es nicht viele auf der Welt und wir freuen uns, dass Cara wieder richtig zubeißen und alle mit ihrem Goldzahn-Lächeln begeistern kann", so die Diplom-Biologin.

Tigerin Cara ist ein Opfer des illegalen Raubtierhandels

Cara wurde illegal von Privatleuten in einem Bauernhaus im italienischen Mugnano gehalten. Schließlich wurde sie im Dezember 2013 von Behörden konfisziert. Nach einigen Zwischenstationen wurde Cara am 1. August 2015 schließlich nach TIERART transferiert, wo sie zum ersten Mal Artgenossen sah, hörte und erschnuppern konnte.

VIER PFOTEN setzt sich weltweit für Großkatzen ein

Tiger, Löwen oder Leoparden gehören nicht in Zirkusse oder Privathände. Raubkatzen als Haustiere zu halten ist nicht nur Tierquälerei, sondern kann auch für die Halter gefährlich werden. VIER PFOTEN fordert daher gesetzliche Verbesserungen für Großkatzen in menschlicher Obhut. Die internationale Tierschutzstiftung bietet in Schutzzentren wie TIERART, FELIDA oder LIONSROCK konkrete Maßnahmen, um Tieren aus schlechten Haltungsbedingungen zu helfen. Großkatzen, die über einen längeren Zeitraum in Gefangenschaft gelebt haben, können nicht mehr in die freie Wildbahn entlassen werden. In den VIER PFOTEN Schutzzentren können sie ihre natürlichen Instinkte und Verhaltensweisen wiederentdecken und ausleben.

Weitere Informationen zum Großkatzenschutzzentrum TIERART finden Sie hier: www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/tierschutzzentren/grosskatzenstation-tierart

Mehr über das skrupellose Geschäft mit Tigern erfahren Sie hier:www.tigerhandel.vier-pfoten.de/eu-tigerhandel

Susanne von Pölnitz

Pressesprecherin Wildtiere

presse-d@vier-pfoten.org

+49 40 399 249-72

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg

VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen, Orang-Utans und Elefanten – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in zwölf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

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