
VIER PFOTEN fordert Importverbot für Wildtiere
Krisenprävention und Tierschutz
Hamburg, 26. März 2020 — Um zukünftigen Pandemien vorzubeugen, fordert VIER PFOTEN die Bundesregierung auf, ein Importverbot für Wildtiere einzuführen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Ursache der weltweiten Coronavirus-Pandemie einen tierischen Ursprung hat und mutmaßlich auf asiatischen Wildtiermärkten entstanden ist.
Wildtierhandel in Deutschland
Deutschland importiert jedes Jahr zu Hunderttausenden Wildtiere aus aller Welt für den europäischen Heimtiermarkt. Darunter befinden sich auch zahlreiche Wildfänge aus Asien, Afrika und Südamerika. Regionen, die aufgrund der dort vorherrschenden tierschutzwidrigen Fang- und Handelsbedingungen die Übertragung von Zoonosen begünstigen. Unterschiedliche Spezies werden auf engstem Raum unter grausamen Bedingungen gehalten und transportiert. In diesem leidvollen Klima entstehen neue Krankheiten, die auch den Menschen gefährlich werden können.
Tier- und Artenschutzverbände fordern Politik zum Handeln auf
Anlässlich der aktuellen Corona-Krise und der offensichtlichen Gefahren durch den Import von Wildtieren hat VIER PFOTEN gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Deutschen Naturschutzrings einen Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verfasst. Das vollständige Schreiben finden Sie unten zu Download.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.vier-pfoten.de/Wildtierhandel

Susanne von Pölnitz
Pressesprecherin Wildtiere+49 152 020 170 68
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Lübecker Straße 128, 22087 Hamburg
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Haustiere, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, dem Vereinigten Königreich und Vietnam sowie 13 Wildtier-Schutzzentren und Partnerprojekten weltweit sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.
