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Wilder Nachwuchs im Wildtier- und Artenschutzzentrum 

Baummarder und viele weitere verwaiste Tierkinder in der von VIER PFOTEN geförderten Auffangstation 

29.6.2022

Hamburg, 29. Juni 2022 –  Jedes Jahr werden rund 2.000 verletzte, verwaiste oder hilflose Wildtiere im Wildtier- und Artenschutzzentrum Schleswig-Holstein zur Rehabilitation und Wiederauswilderung abgegeben: Eichhörnchen werden bei Baumfällarbeiten verletzt, Greifvögel bleiben im Stacheldraht hängen, Rehkitze verlieren ihre Mütter bei Autounfällen. Immer wieder geraten heimische Wildtiere in Not – weil der Mensch in ihren Lebensraum eingreift. Die Mitarbeiter:innen der Wildtierstation pflegen kranke und verletzte Wildtiere gesund und ziehen jetzt, im Frühling und Sommer, verwaiste Jungtiere auf. Sobald die Schützlinge allein zurechtkommen, werden sie wieder in die Freiheit entlassen.

Die Aufzucht junger Wildtiere erfordert viel Fürsorge und Erfahrung. Aktuell werden im Wildtier- und Artenschutzzentrum bei Hamburg Rehkitze, Jungvögel, Baummarderwelpen, Feldhasen, Wildkaninchen, Eichhörnchen und viele mehr großgezogen.

Viele dieser wilden Tierkinder haben ihre Eltern durch zivilisatorische Gründe verloren und wurden von Tierfreunden im Artenschutzzentrum abgegeben.

„Eines der Kitze wurde neben seiner toten Mutter am Straßenrand gefunden. Es war erst wenige Tage alt und hätte allein nicht überlebt.“

Katharina Erdmann, Leiterin des Wildtier- und Artenschutzzentrums Schleswig-Holstein

„Wir versorgen alle unsere Waisen so lange, bis sie alt genug und eigenständig sind, um ausgewildert werden zu können. Während einige Tierkinder schon in den nächsten Tagen und Wochen in die Freiheit entlassen werden, benötigen unsere Rehkitze noch mehrere Monate Pflege.“

Wildtier- und Artenschutzzentrum Schleswig-Holstein

Das Wildtier- und Artenschutzzentrum Schleswig-Holstein vor den Toren Hamburgs kümmert sich um verletzte und verwaiste Greifvögel, Füchse, Feldhasen, Wildschweine und viele andere heimische Wildtiere in Not. Das höchste Ziel ist dabei stets die Wiederauswilderung nach erfolgreicher Rehabilitation. Sogenannte invasive Wildtierarten wie Waschbären oder amerikanische Nerze, Tiere, die nicht wieder ausgewildert werden dürfen, finden auf dem 2,6 Hektar großen Gelände in Klein Offenseth-Sparrieshoop ein permanentes Zuhause. Jedes Jahr werden in der von Christian und Katharina Erdmann geführten Wildtierstation weit mehr als 2.000 hilfsbedürftige Wildtiere abgegeben und umsorgt.

Seit 2010 unterstützt die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN das engagierte Team der Auffangstation mit einer jährlichen Förderung von 100.000 Euro.

Weitere Informationen finden Sie hier.  

Katharina Erdmann steht für Interviews zur Verfügung.

Susanne von Pölnitz

Pressesprecherin Wildtiere

presse-d@vier-pfoten.org

+49 152 020 170 68

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg

VIER PFOTEN ist die weltweite Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss, die Leiden aufdeckt, Tiere in Not rettet und sie schützt. Gegründet 1988 in Wien von Heli Dungler und Freunden, setzt sich die Organisation für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Empathie und Verständnis begegnen. Die nachhaltigen Kampagnen und Projekte von VIER PFOTEN konzentrieren sich auf Haustiere wie streunende Hunde und Katzen, Nutztiere und Wildtiere - wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans - in unangemessener Haltung sowie in Katastrophen- und Konfliktgebieten. Mit Büros in Australien, Österreich, Belgien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Kosovo, den Niederlanden, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Großbritannien, den USA und Vietnam sowie Auffangstationen für gerettete Tiere in elf Ländern bietet VIER PFOTEN schnelle Hilfe und langfristige Lösungen. 

www.vier-pfoten.de

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