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Erfolg: zooplus listet tierschutzkritisches Heimtierzubehör aus

Nach Gesprächen mit VIER PFOTEN stimmt der Online-Händler für Tierbedarf der Tierschutzorganisation zu

26.2.2021

Hamburg, 26. Februar 2021 – Die internationale Online-Plattform für Heimtierbedarf, die zooplus AG, hat sich nach intensivem Austausch mit der globalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN dazu entschieden, tierschutzkritisches Heimtierzubehör für alle Länder aus ihrem Sortiment zu nehmen. VIER PFOTEN begrüßt diese Entscheidung. Damit positioniert sich das Unternehmen klar für mehr Tierschutz und eine verantwortungsbewusste Heimtierhaltung. 

Am zooplus-Angebot kritisierte VIER PFOTEN insbesondere Anti-Bell-Geräte für Hunde mit Ton, Licht, Vibration und Sprühfunktion. Bei derartigen Dressurgeräten wird Tieren einzig basierend auf Stress und Angst ein Verhalten abgewöhnt, das ebenso mit positiver Bestätigung, Mühe und Geduld erreichbar wäre. Solche Trainingsmethoden können drastische Auswirkungen auf die Psyche der Tiere haben und in Frust oder schlimmstenfalls Aggression münden. Dies untermauern auch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen.

„Wir freuen uns sehr, dass zooplus sich nach unserem Austausch dazu entschieden hat, die tierschutzkritischen Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Ein starkes Zeichen für den Tierschutz! Leider gibt es bislang noch kein festes Datum für die Auslistung. Wir sind daher gespannt, wann sie ihr Versprechen tatsächlich einlösen. Dass es in Deutschland keine einheitlichen Prüf- und Zulassungsverfahren für Heimtierzubehör gibt, ist nicht nur ein großes Manko, sondern schlicht unverantwortbar. Schließlich haben wir Menschen für das Wohlbefinden unserer fühlenden Mitgeschöpfe Sorge zu tragen.“

Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN

„Uns bei zooplus ist der offene Austausch mit Organisationen, die sich für das Tierwohl einsetzen, sehr wichtig. Nach einem intensiven Dialog mit VIER PFOTEN hat unser Vorstand einstimmig entschieden, die von VIER PFOTEN als kritisch eingestuften Produkte langfristig und so schnell wie möglich aus dem Sortiment von zooplus zu nehmen. Dies wird nicht nur in Deutschland, sondern in allen Ländern in denen zooplus tätig ist, erfolgen. Darüber hinaus werden wir auf unseren Webseiten in den jeweiligen Märkten umfassend über das Thema informieren und auf die Risiken und Auswirkungen dieser Produkte hinweisen“, sagt eine Sprecherin von zooplus.

Fehlende Richtlinien für Heimtierzubehör bedeuten Tierleid

Aktuell ist tierschutzkritisches Heimtierzubehör wie Stachelhalsbänder, Korallenhalsbänder, Würgehalsbänder, elektrisierende oder chemische Dressurgeräte – anders als beispielsweise in Österreich und der Schweiz – in Deutschland immer noch nicht verboten. Diese sind aus Sicht von Tierschutzorganisationen jedoch strikt abzulehnen. Im Hinblick auf den verantwortungsbewussten Umgang mit Heimtieren setzt sich VIER PFOTEN daher für verpflichtende Richtlinien ein, nach denen Zubehör klassifiziert werden muss. Nur so kann Tierleid vermieden werden.  

VIER PFOTEN fordert ein einheitliches Prüf- und Zulassungsverfahren für serienmäßig hergestelltes Heimtierzubehör und ein generelles Verkaufsverbot für Stachelhalsbänder, Korallenhalsbänder, Würgehalsbänder, elektrisierende oder chemische Dressurgeräte sowohl im stationären Handel als auch im Online-Bereich. 

Erfahren Sie hier, unter welchen Halsbändern Hunde leiden und hier, woran Sie ein gutes Halsband erkennen.

Corinna Madjitov

Pressesprecherin Heimtiere

presse-d@vier-pfoten.org

+49 40 399 249-81

+49 162 857 206 5

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg

VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen, Orang-Utans und Elefanten – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in zwölf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

www.vier-pfoten.de

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