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Aktuelle VIER PFOTEN Umfrage: Rund zwei Drittel der Deutschen wollen keine Tiger, Elefanten und Co. im Zirkus sehen 

VIER PFOTEN fordert ein bundesweites Verbot von Wildtieren im Zirkus 

10.4.2019

Hamburg, 10. April 2019 – Elefanten, Tiger, Löwen oder Giraffen gehören nicht in den Zirkus. Dieser Ansicht sind rund zwei Drittel der Deutschen, wie eine aktuelle Umfrage der internationalen Tierschutzstiftung VIER PFOTEN zeigt. Tatsächlich lehnen sogar mehr als 75 % der 14 bis 49-jährigen Bundesbürger die Haltung von Wildtieren im Zirkus ab. Auf Antrag des Landwirtschaftsministers von Schleswig-Holstein Jan Philipp Albrecht soll ein Verbot auch bei der Agrarministerkonferenz in Landau debattiert werden. VIER PFOTEN fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, die Weichen für ein bundesweites Gesetz in die Wege zu leiten, welches die Haltung von Wildtieren im Zirkus verbietet.

„Bundesministerin Klöckner kann historische Größe beweisen und das Leid der Zirkustiere beenden. Darüber hinaus sind wilde Tiere im Zirkus schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Ein moderner Zirkus kommt auch ohne Tierleid aus. Unsere Umfrage zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen Wildtiere im Zirkus ablehnt. Mit dem Vorstoß aus Schleswig-Holstein liegt der Ball nun bei der Bundesministerin. Sie muss ihren Worten Taten folgen lassen und endlich ein Wildtierverbot im Zirkus durchsetzen.“

Rüdiger Jürgensen, Country Director von VIER PFOTEN Deutschland

Die Haltung von Elefanten, Seelöwen oder Tigern im Zirkus ist aus Tierschutzsicht nicht vertretbar. Es ist nicht möglich, für einen fahrenden Betrieb Rücksicht auf die Bedürfnisse wilder Tiere zu nehmen: Einzelgänger wie Tiger werden auf engstem Raum mit anderen Großkatzen verfrachtet. Soziale Elefanten, die Tausende von Kilometer wandern, werden stundenlang angekettet. Die Tiere leiden in zu kleinen Transportwagen, unter fehlenden Rückzugsmöglichkeiten, fragwürdigen Dressurmethoden und Stress. „In den meisten europäischen Staaten ist die Haltung von Wildtieren in Zirkussen bereits stark eingeschränkt oder ganz verboten. Deutschland ist eine der wenigen, traurigen Ausnahmen, in denen selbst Flusspferde oder Giraffen noch zur Belustigung zur Schau gestellt werden. Zu einem Land, das Tierschutz als Staatsziel hat, gehören keine Wildtiere im Zirkus. Es ist an der Zeit, dass Bundesministerin Klöckner handelt und ein bundesweites Verbot durchsetzt“, so Rüdiger Jürgensen.

VIER PFOTEN FORDERUNGEN IM ÜBERBLICK

  • Wildtierverbot in Zirkussen (mit angemessener Übergangsfrist)
  • Für die Übergangsfrist ein Nachstell- und Nachzuchtverbot
  • Unmittelbare Abgabe und adäquate Unterbringung von Zirkustieren aus besonders schlechter Haltung 

Weitere Informationen finden Sie unter: zirkus.vier-pfoten.de

VIER PFOTEN ist die weltweite Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss, die Leiden aufdeckt, Tiere in Not rettet und sie schützt. Gegründet 1988 in Wien von Heli Dungler und Freunden, setzt sich die Organisation für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Empathie und Verständnis begegnen. Die nachhaltigen Kampagnen und Projekte von VIER PFOTEN konzentrieren sich auf Haustiere wie streunende Hunde und Katzen, Nutztiere und Wildtiere - wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans - in unangemessener Haltung sowie in Katastrophen- und Konfliktgebieten. Mit Büros in Australien, Österreich, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Kosovo, den Niederlanden, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Großbritannien, den USA und Vietnam sowie Auffangstationen für gerettete Tiere in elf Ländern bietet VIER PFOTEN schnelle Hilfe und langfristige Lösungen. 

www.vier-pfoten.de

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