
Schluss mit Käfighaltung – Meilensteine der End the Cage Age Initative
Fast 1,4 Millionen Bürger:innen haben dazu aufgerufen, die Käfighaltung von Tieren in der Landwirtschaft in Europa zu beenden
Die Käfighaltung ist Tierquälerei in großem Stil, die weit über unsere Vorstellungskraft hinausgeht. Verängstigt, misshandelt und gestresst fristen Tiere in Käfigen oft ein kurzes, elendes Leben, in dem sie nie die Sonne sehen. In den oft schmutzigen, beengten Käfigen haben sie keinen Platz, um sich artgemäß zu bewegen und Beine oder Flügel zu spreizen. Die meisten Tiere müssen um den winzigen Platz kämpfen, den sie haben. Oftmals findet man Tiere, die tot neben ihren verängstigten lebenden Gefährten liegen, was nicht nur eine Gesundheitsgefahr darstellt, sondern auch die Unmenschlichkeit dieser Praxis beweist.
Über die Europäische Bürgerinitiative (EBI)
Die Initiative "End the Cage Age" forderte ein Verbot jeglicher Käfighaltung von Tieren in der Landwirtschaft und käfigfreie Lösungen – die Europäische Bürgerinitiative erhielt beispiellose öffentliche Unterstützung. Am 11. September 2019 wurde die EU-Petition offiziell geschlossen und nach der erforderlichen Unterschriftenvalidierung unterschrieben fast 1.400.000 Bürger:innen gegen Käfige! Bei der Anhörung unterstützten Abgeordnete der meisten politischen Fraktionen die Initiative und forderten ein Europa ohne Käfige.
Zeitleiste der EBI
Die schrittweise Abschaffung der Käfighaltung von Tieren in der Landwirtschaft in Europa
Welt-Käfigfrei-Tag
Gemeinsam mit unseren Tierschutz-Koalitionspartnern feierten wir den Welt-Käfigfrei-Tag in Brüssel. Vor dem Gebäude der Europäischen Kommission unterstützten Landwirt:innen, die Freilandhaltung betreiben und zeigen, dass käfigfreie Tierhaltung funktionieren kann, unseren Aufruf und halfen klar zu machen, dass es keine Entschuldigung für eine Verzögerung beim Verbot von Käfigen gibt. Videos, die Käfighaltung mit Freilandalternativen verglichen, wurden auf Videobildschirmen gezeigt. Landwirt:innen aus unterschiedlichen EU-Ländern erklärten, dass die Bedürfnisse der Tiere durch eine bessere Haltung mehr berücksichtigt werden. Von diesem Tag an begannen wir, die 190 Tage bis zum Beginn des vierten Quartals 2026 herunterzuzählen – bis zu dem Tag, an dem die Umsetzung der versprochenen Gesetzesvorschläge zum Verbot von Käfigen Realität werden soll. Weitere Informationen zum Welt-Käfigfrei-Tag finden Sie hier.
Beispielloser Gerichtsprozess
Nachdem die Europäische Kommission bis Ende 2023 keine Gesetzesvorschläge lieferte, leitete der Bürgerausschuss hinter der EBI ein historisches Gerichtsverfahren gegen die Kommission ein. Es ist das erste Mal in der EU-Geschichte, dass ein Gerichtsprozess gegen die EU-Kommission angestrengt wird, weil sie nach einer erfolgreichen EBI nicht gehandelt hat. Am 5. März 2026 fand eine öffentliche Anhörung am Europäischen Gerichtshof statt. Die Kommission wurde aufgefordert, endlich einen konkreten Zeitplan und Gesetzesvorschläge zum Verbot von Käfigen vorzulegen. Das Urteil des Gerichts wird noch erwartet. Vor dem Gericht versammelten sich Unterstützer:innen und zeigten, dass die Bürger:innen sich weiterhin sowohl für die Tiere als auch für die Demokratie einsetzen – so lange bis endlich entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.
Februar: Öffentliche Konsultation
Eine überwältigende Zahl von 190.000 EU-Bürger:innen nahm an der öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission zum Tierschutz teil. Die Ergebnisse zeigen, dass 98–99 % der Europäer:innen sowohl für ein Ende der Käfighaltung von Legehennen, Schweinen, Kälbern, Kaninchen, Enten, Gänsen und Wachteln sind als auch für ein Ende der grausamen Praxis der Tötung von Eintagsküken. Sogar bei Unternehmen und Verbänden teilen etwa die Hälfte der Befragten diese Ansicht. Die Europäische Kommission muss nun handeln und Vorschläge vorlegen, die die Käfighaltung verbieten und bessere Haltungsbedingungen vorschreiben.
Die Mitgliedstaaten unterstützen weiterhin den Fortschritt
Mehrere EU-Mitgliedstaaten, darunter Slowenien, Deutschland, Frankreich, Schweden, Dänemark, Tschechien, Luxemburg und die Niederlande, fordern die Europäische Kommission während der Sitzungen der EU-Landwirtschaftsminister:innen weiterhin öffentlich dazu auf, Tierschutzreformen umzusetzen. Dieser wachsende Druck der nationalen Regierungen unterstreicht, dass ein Käfigverbot nicht nur eine Forderung der Bürger:innen, sondern eine gemeinsame Priorität in der gesamten Union ist.
Erneuerte Verpflichtungen
Nach den EU-Wahlen im Juni 2024 kündigte der neue Tierschutzbeauftragte Olivér Várhelyi an, dass die Kommission im Herbst 2026 mit der Umsetzung der versprochenen Tierschutzreform beginnen werde. Das Bekenntnis der neuen Kommission zur Überarbeitung der veralteten Tierschutzregeln wurde in ihrer 'Vision für Landwirtschaft und Ernährung' im Februar 2025 erneut bekräftigt: " Schließlich prägen neue gesellschaftliche Erwartungen an Lebensmittel das Verbraucherverhalten, insbesondere wenn es um Tierwohl und den Ursprung von Erzeugnissen geht. Bei entsprechender Unterstützung kann dies neue Chancen für Landwirtinnen und Landwirte eröffnen. Hierzu wird die Kommission in einen engen Austausch mit den Akteuren in der Landwirtschaft, der Lebensmittelkette und der Zivilgesellschaft treten und auf dieser Grundlage Vorschläge zur Überarbeitung der geltenden Tierwohlvorschriften vorlegen, einschließlich ihrer Verpflichtung, Käfighaltung schrittweise abzuschaffen..."
Dezember: Zwei Gesetzesvorschläge
Anstelle der versprochenen Gesamtüberarbeitung der Gesetzgebung zum Schutz der Tiere in der Landwirtschaft, einschließlich der Vorschriften zu Haltung, Transport- und Schlachtung, hat die Europäische Kommission nur einen der versprochenen Gesetzesvorschläge vorgelegt: eine Überarbeitung der Tierschutztransportverordnung. Darüber hinaus wurde ein Vorschlag zum Schutz von Hunden und Katzen sowie deren Rückverfolgbarkeit vorgelegt. Die Bestimmungen zu Hunden und Katzen waren ursprünglich als Teil der Revision der Vorschriften für landwirtschaftlich gehaltene Tiere vorgesehen. Seit Dezember 2023 gab es keine Anzeichen für Fortschritte hinsichtlich der Bereitstellung der überarbeiteten Regelungen für die übrigen Tierarten – weder in der Richtlinie, die auch Käfigverbote umfassen würden, noch bei den Regelungen zur Schlachtung oder Kennzeichnung.
Oktober: Gesetzesrevision zur Käfighaltung auf Eis gelegt!
Die Kommission hat versprochen, bis Ende 2023 Vorschläge zur "Beendigung des Käfigzeitalters" vorzulegen, die den Forderungen von 1,4 Millionen europäischen Bürgern entsprechen. Dennoch schrieb der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Maroš Šefčovič, Anfang Oktober an die Abgeordneten des Europäischen Parlaments und wies darauf hin, dass die Europäische Kommission ihre Gesetzesreformen zum Tierschutz nicht vollständig umsetzen wird.
Nur einer der 4 Gesetzgebungsvorschläge wird in diesem Jahr umgesetzt werden. Wir müssen sicherstellen, dass die Kommission weiß, dass dies inakzeptabel ist! Millionen von europäischen Bürgern haben Veränderungen gefordert, und jetzt muss die Kommission ihr Wort halten.

Ein Legislativvorschlag der Kommission wird für die zweite Hälfte des Jahres 2023 erwartet
Drei wichtige EU-Rechtsvorschriften, die sich auf den Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere in der EU auswirken, werden derzeit überarbeitet, und eine vierte wird von der Europäischen Kommission neu erarbeitet. Nun, da die Überarbeitung im Gange ist, müssen wir sicherstellen, dass die neue Gesetzgebung tatsächlich die Käfighaltung beendet und darüber hinaus Folgendes vorsieht: Die Festlegung von hohen Standards für den Tierschutz in der Landwirtschaft und einen Rahmen für die künftige Nutztiergesetzgebung in der Europäischen Union.

September – Käfighaltung bleibt auf der Tagesordnung: Kommission veröffentlicht Fitness-Check der EU-Tierschutzvorschriften
Im September 2022 wurde der Fitness-Check abgeschlossen. Die Ergebnisse bestätigten die Notwendigkeit einer Überarbeitung und Modernisierung der EU-Tierschutzvorschriften und lieferten eine Grundlage für diese Überarbeitung. Die Komponenten des Fitness-Checks waren ein Fahrplan für die anfängliche Folgenabschätzung mit den politischen Optionen, die in der Folgenabschätzung untersucht werden sollten. Er deckte vier Bereiche des Tierschutzes ab: im landwirtschaftlichen Betrieb, beim Transport, bei der Schlachtung und bei der Tierschutzkennzeichnung. Anschließend wurde von Oktober 2021 bis Januar 2022 eine öffentliche Konsultation durchgeführt, um die Meinungen und Erfahrungen von Bürgern und Interessengruppen zur Zweckmäßigkeit der derzeitigen Vorschriften und zu deren Verbesserung einzuholen. Nahezu 60.000 Bürger und Interessengruppen beteiligten sich an der von der Kommission initiierten öffentlichen Umfrage. Der Eignungscheck ergab, dass das Tierschutzniveau in der EU immer noch nicht optimal ist und dass die Durchsetzung der geltenden Vorschriften nicht ausreicht, um das von den Bürgern erwartete Tierschutzniveau zu gewährleisten. Die Website der Bürgerbefragung zeigt, dass 92% der Befragten glauben, dass die derzeitigen Rechtsvorschriften keinen angemessenen und einheitlichen Schutz für alle bedürftigen Tierarten gewährleistet.

Wichtige EU-Mitgliedstaaten unterstützen Verbot von Käfigen für Nutztiere: Positionspapier zur Überarbeitung der Tierschutzvorschriften verfasst
Das Positionspapier, dass von den Regierungen von Belgien, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Schweden vorgelegt wurde, wurde im AGRIFISH-Ausschuss erörtert und fordert die Europäische Kommission auf, bei der Überarbeitung der Rechtsvorschriften zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere im Rahmen des anstehenden Fitness-Checks eine Reihe von Anliegen zu berücksichtigen.

EU-Kommission setzt sich für ein Verbot von Käfigen in der EU ein!
Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) End the Cage Age war erfolgreich, und die Europäische Kommission versprach, die Käfighaltung in der gesamten EU schrittweise abzuschaffen, wobei die überarbeiteten Rechtsvorschriften spätestens 2027 in Kraft treten sollen.
Die Kommission wird bis Ende 2023 einen Vorschlag für die schrittweise Abschaffung der Käfige vorlegen. Ein Verbot von Käfigen soll 2027 in Kraft treten. Es werden Strategien entwickelt, um Landwirte und Erzeuger bei der Umstellung von der Käfighaltung zu unterstützen.

Entschließungsantrag des Europäischen Parlaments: Nicht bindende Entschließung angenommen, da 558 Abgeordnete für ein Ende der Verwendung von Käfigen gestimmt haben
Als Antwort auf über eine Million europäischer Bürger, die ein Ende der Käfighaltung in der Europäischen Bürgerinitiative forderten, stimmte das Europäische Parlament mit überwältigender Mehrheit für ein Verbot der Käfighaltung in der Tierhaltung bis 2027.
Für das Verbot stimmten 558 Abgeordnete des Europäischen Parlaments, 37 stimmten dagegen und 85 enthielten sich der Stimme. Stella Kyriakides, EU-Kommissarin für Lebensmittelsicherheit, sagte: "Unsere Regeln müssen sich ändern, und das ist eine sehr klare Forderung unserer Bürger".

Großer Erfolg für die Europäische Bürgerinitiative "End the Cage Age"
Das Europäische Parlament hat eine Resolution zur Europäischen Bürgerinitiative (EBI) "Beendet das Käfigzeitalter" verabschiedet und übt damit weiteren Druck auf die Europäische Kommission aus, die Tierschutzstandards in der EU zu verbessern. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments schließen sich 1,4 Millionen EU-Bürgern, über 170 Organisationen, Wissenschaftlern und prominenten Persönlichkeiten an, die ein Ende der Käfighaltung von Tieren in der EU fordern.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Ein historischer Moment für die Tiere
Am Welttag der Nutztiere (2. Oktober) wurde die Europäische Bürgerinitiative mit insgesamt 1.397.113 validierten Unterschriften aus ganz Europa (die 1-Million-Grenze wurde überschritten) beim Europäischen Parlament eingereicht. Dies ist die dritthöchste Unterschriftenzahl in der Geschichte der Europäischen Bürgerinitiativen.

Start der Europäischen Bürgerinitiative End the Cage Age
VIER PFOTEN schließt sich mit über 100 anderen Tierschutz- und Umweltorganisationen zusammen, um die Kampagne End The Cage Age ins Leben zu rufen.