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Fleischkonsum und Umwelt

19.11.2017

Was hat Fleisch mit dem Klimawandel, Regenwald-Rodungen und Wasserverschmutzung zu tun?

Ein Glas Milch zum Frühstück, Spaghetti Bolognese zum Mittagessen, ein gekochtes Ei und eine Salami-Schnitte zum Abendessen – für viele ein ganz normaler Speiseplan. Doch Speisepläne wie dieser lassen den weltweiten Konsum an tierischen Produkten stetig steigen. Besonders in Schwellen- und Entwicklungsländern wächst die Nachfrage nach Fleisch und anderen Produkten aus tierischer Erzeugung massiv. Prognosen zufolge wird sich die Nachfrage nach Fleisch bis zum Jahre 2050 verdoppeln.

Darunter leiden nicht nur die Tiere. Der wachsende Konsum hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima. Das ist vielen jedoch nicht bekannt.

Tierische Produkte sind Klimakiller

Grund für den Klimawandel sind die durch den Menschen in erhöhten Mengen verursachten Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O), die den natürlichen Treibhauseffekt verstärken.

Diese Treibhausgase werden aber nicht allein durch die Nutzung fossiler Brennstoffe (z.B. Kohle, Erdgas und Erdöl) oder durch den Transportverkehr (Automobile, Schiffe und Flugzeuge) verursacht. Die Viehhaltung und die Produktion von tierischen Produkten tragen gravierend dazu bei.

Weltweit stammen 14,5 Prozent der gesamten von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen aus der Tierproduktion. Mastrinder und Milchkühe werden in riesigen Tierfabriken gehalten und sind der größte Klimasünder des Sektors – unter anderem wegen des hohen Bedarfs an Futtermitteln und des Ausstoßes an Methan.

Im Vergleich zu Obst und Gemüse wird für die Produktion von Fleisch, Milch, Käse und Butter viel mehr Energie benötigt. Dadurch wird wiederum mehr CO2 freigesetzt. Die vermehrte Produktion an Lachgas und Kohlendioxid wird vorwiegend durch die Düngung von Agrarflächen oder die Herstellung von mineralischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel verursacht.

Weitere Auswirkungen der fleischproduktion

  • Wald- und Regenwaldrodungen: Zur Gewinnung von Weideflächen und Agrarflächen für den Anbau von Tierfuttermittel (wie Soja) werden Wälder vernichtet.
  • Verlust der biologischen Vielfalt: Bedingt durch die Rodungen  gehen Lebensräume und damit die Artenvielfalt verloren.
  • Wassermangel: Für die Produktion von Fleisch oder anderen tierischen Produkten wird sehr viel Wasser benötigt – für ein Kilogramm Rindfleisch werdenzum Beispiel 15.000 Liter Wasser verbraucht.
  • Wasserverschmutzung: Überdüngung der Agrarflächen und Einsatz von Pestiziden sowie Medikamenten führen zur Verschmutzung der Wasserressourcen.