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Hitzefalle Auto

29.10.2017

Ratgeber für Hundehalter: Warum Sie Hunde niemals im Auto zurücklassen dürfen

Milde 20 Grad Außentemperatur fühlen sich sehr angenehm an, täuschen jedoch darüber hinweg, dass die Wärme im Innern des Wagens deutlich höher ist. Für den Hund wird der Aufenthalt im geschlossenen Auto sehr unangenehm. Wird jetzt nicht gehandelt, kann die Situation sogar lebensgefährlich werden. Jedes Jahr sterben viele Hunde an den Folgen eines Hitzeschlags, weil ihre Besitzer die Lage falsch eingeschätzt und ihr Tier im Auto gelassen haben.

Darum appellieren wir an alle Hundehalter, ihren Hund niemals – auch nicht für wenige Minuten – im Auto zurück zu lassen!

Hund im Auto – nur bei geringen Temperaturen und niemals in der Sonne!

Sollte es wirklich unumgänglich sein, den eigenen Hund mitzunehmen, müssen Hundebesitzer immer darauf achten, dass das Auto im Schatten geparkt ist. Außerdem sollten mindestens zwei Scheiben einen Spalt geöffnet sein, so dass die Luft zirkulieren kann. Auch ein geöffnetes Dach oder in Tierhandlungen erhältliche Abstandhalter zur Kofferraumbelüftung sind in diesem Fall hilfreich. Getönte Scheiben oder ein im Fenster eingehängtes nasses Handtuch können zusätzlich Hitze abhalten. Frisches Wasser sollte dem Hund ebenfalls immer zur Verfügung stehen. 
 
Generell gilt aber: Im Sommer oder an sonnigen Tagen im Frühling und Herbst ist das Auto kein geeigneter Platz für Ihren Vierbeiner! 

Temperaturen steigen rasant:

Bei konstanter Außentemperatur von 20 Grad steigt die Innentemperatur des Autos nach fünf Minuten auf etwa 24 Grad, nach zehn Minuten auf 27 und nach 30 Minuten auf 36 Grad.* Der Hund kann sich nicht mehr auf natürliche Weise durch Hecheln kühlen. Seine normale Körpertemperatur von 38 bis 39 Grad steigt rasant an, er droht zu kollabieren. Steigt seine Körpertemperatur gar auf 43 Grad, schwebt das Tier in Lebensgefahr.

Was sie tun können, wenn Sie einen Hund im Auto entdecken

Halter finden:

Wenn Sie einen Hund in einem geschlossenen Wagen leiden sehen, sollten Sie so schnell wie möglich handeln: Versuchen Sie zuerst, den Autofahrer ausfindig zu machen, zum Beispiel durch lautes Rufen auf dem Parkplatz oder indem Sie den Halter in angrenzenden Geschäften ausrufen lassen. Mobilisieren Sie möglichst viele Menschen zu dieser Aktion,  mindestens eine Person sollte aber den Zustand des eingesperrten Tieres aufmerksam beobachten. 

Polizei rufen:

Lässt sich der Halter nicht auffinden, rufen Sie Polizei oder Feuerwehr. Sie ist berechtigt, notfalls die Scheibe des Autos einzuschlagen, um das Tier zu retten. Schwebt der Hund bereits in Lebensgefahr, können Sie im Notfall auch selbst die Scheibe des Fahrzeugs einschlagen, um ihn zu befreien. Allerdings begehen Sie damit auf jeden Fall eine Sachbeschädigung, die mit einer Anzeige geahndet werden kann – auch wenn der Umstand die Tat rechtfertigt.