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Sprache des Hundes

Ratgeber für Hundehalter: Wie kommunizieren unsere Hunde mit uns?

22.4.2022

Körpersprache: Optische Kommunikation

Die Haltung des Kopfes, der Ohren, der Augen, der Lefzen und des Schwanzes sagt sehr viel über den Stimmungszustand des Hundes aus.

Schwanzwedeln

Wedelt der Hund mit dem Schwanz, bedeutet das lediglich, dass er aufgeregt ist. Oft handelt es sich um positive Erregung (er freut sich). Der Hund kann aber auch wütend erregt sein: hierbei ist sein Schwanz steif in der Höhe und wird hin- und herbewegt. Auch ängstliche Tiere wedeln häufig mit der Rute, weil sie aufgeregt sind, hierbei ist der Schwanz meist tiefer gehalten und die restliche Gestik des Hundes verrät seine Gefühle.

Körpersprache des Hundes

Beschwichtigende Signale

Beschwichtigende Signale dienen einem reibungslosen Miteinander und als Vorbeugungsmaßnahme für Auseinandersetzungen. Die sehr kleinen Signale in der Körpersprache (langsam gehen, einen Bogen machen, Blick abwenden, stehen, gähnen, über den Fang schlecken, Vorderpfote heben, urinieren, sich kratzen etc.) dienen dem Hund aber nicht nur dazu, Konflikte mit anderen Hunden – und Menschen – zu lösen, sondern haben auch den Zweck, sich selbst zu beruhigen (z. B. bei Straßenlärm, Silvesterknallerei).

Laute: Akustische Kommunikation

Hunde kommunizieren durch verschiedene Laute

  • Heulen: Es dient dem Wolfsrudel als Signal zum Sammeln der Gruppenmitglieder. Ein alleine zu Hause gelassener Hund heult, um damit seine Familie zusammenzurufen.
  • Winseln: Winseln ist vom Hund immer dann zu hören, wenn er sich unwohl fühlt. Das kann Unsicherheit in einer gewissen Situation, demütiges Verhalten oder Einsamkeit sein. Auch Schmerzen können dazu führen, dass ein Hund winselt.
  • Bellen: Dafür gibt es verschiedene Gründe:
    • Drohendes Bellen: Er will verdeutlichen, dass es etwas gibt, was unsere Aufmerksamkeit erregen sollte. Auch wenn er sich in die Enge getrieben fühlt oder sich vor etwas fürchtet, als Versuch einer Warnung.
    • Aufgeregtes Bellen: oft in Zusammenhang mit körperlicher Aktivität, z.B. vor dem Spazieren-gehen, während des Spielens. Hohe Tonlage
    • Angstbellen: hohe Tonlage, meist mit Aktivität (Kratzen, Zerstören), manchmal auch mit Heulen verbunden.
    • Bellen aus Langeweile: Ist der Hund nicht ausgelastet, weil sein Bedürfnis nach Anregungen und Beschäftigung nicht erfüllt wird, kann er auch aus purer Langeweile bellen.
  • Knurren: Knurren ist ein Signal, das eine Warnung ausdrücken kann. Bei einer Bedrohung ist es je nach Selbstbewusstsein des Hundes mit einer bestimmten Körperhaltung (Imponier- oder Angsthaltung) kombiniert. Im Spiel wiederum kann das Knurrendes Hundes auch ein Zeichen seiner Erregung sein.

Gerüche: Olfaktorische Kommunikation

Der körpereigene Geruch, den die Tiere über die Haut und vor allem über die Pfoten hinterlassen, spielt in der Kommunikation zwischen Hunden eine große Rolle. Urin oder auch Kot eines Artgenossen gibt dem daran riechenden Hund zahlreiche Informationen (Geschlecht des anderen, läufig oder nicht, Alter, etc.). Es wird auch zum Markieren des Reviers eingesetzt. Somit werden sowohl Sekrete der Duftdrüsen (Analdrüsen), die einen ganz bestimmten Eigengeruch enthalten als auch Sexualhormone ausgeschieden. Der Hund markiert also einerseits sein Territorium, gibt aber auch Auskunft über sich. Hunde, die die Markierungen von Artgenossen beschnuppern, erhalten dadurch eine Fülle an Informationen über diese.

Berührungen: Taktile Kommunikation

In der Haut des Hundes, vor allem im Gesichtsbereich und an den Pfoten, befinden sich zahlreiche empfindliche Nervenenden. Unter Hunden werden Berührungen vor allem mit der Zunge, den Zähnen und der Schnauze ausgetauscht. Die Zunge wird zur eigenen und gegenseitigen Körperpflege benutzt, mit den Zähnen beknabbern sie sich gegenseitig vor allem im Kopf-, Hals- und Schulterbereich.

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