
VIER PFOTEN klärt auf: Es gibt keinen ethisch korrekten Pelz!
Grausame Bedingungen in der Pelztierzucht // Echtpelz bedeutet immer Tierleid
Hamburg, 04. September 2025 – Pelzmode steht seit Jahrzehnten in der Kritik – und das aus gutem Grund. Ob als Mantel, Mütze oder modischer Besatz: Echtpelz ist immer mit Tierleid verbunden.
Pelz bedeutet immer Tierleid
Die meisten Pelzprodukte stammen aus industrieller Tierhaltung. Millionen Nerze, Füchse und Marderhunde leben auf Pelzfarmen in winzigen Drahtkäfigen – ohne Rückzugsmöglichkeiten, ohne Beschäftigung. „Diese Tiere sind Wildtiere mit komplexen Bedürfnissen und großem Bewegungsdrang. Die Haltung auf Pelzfarmen führt zu extremem Stress, Verhaltensstörungen und Selbstverletzungen“, erklärt Thomas Pietsch. „Viele Tiere zeigen Stereotypien wie ständiges Hin- und Herlaufen, andere sind apathisch.“
Die Tötung der Tiere erfolgt meist durch Stromschlag oder Vergasung – Methoden, die aus Sicht des Tierschutzes besonders grausam sind. „Es geht nicht um eine schmerzfreie Tötung, sondern um Effizienz und Kostenersparnis“, so Pietsch.
Fallenfang: Brutale Fallen und Beifang
Auch Pelz aus freier Wildbahn ist keine tierfreundliche Alternative. Tiere werden mit Tellereisen, Schlingfallen oder Kastenfallen gefangen, die meist nicht zum sofortigen Tod führen und großes Leid verursachen – oft über Stunden oder Tage hinweg. „Die Verletzungen sind schwer, der Todeskampf lang. Und es sterben nicht nur die Zieltiere, sondern auch viele andere Wildtiere oder sogar Haustiere“, warnt Pietsch.
Irreführende Labels und Greenwashing
WelFur, Saga Furs, Furmark - all diese Zertifizierungen oder Labels stehen für enge Käfigbatterien, in denen die Tiere ihre Grundbedürfnisse nicht erfüllen können. „Die Zertifizierungsprogramme der Pelzindustrie basieren auf tierquälerischen Haltungssystemen, die sich weltweit ähneln“, sagt Pietsch. „Es handelt sich um Greenwashing, denn es gibt keinen ethisch korrekten Pelz.“
VIER PFOTEN empfiehlt:
- Verzichten Sie konsequent auf Echtpelz – auch bei kleinen Besätzen
- Wer sicher gehen möchte, keine Produkte mit Echtpelz zu kaufen, kann sich am internationalen Fur Free Retailer Programm orientieren. Es kennzeichnet Marken und Händler, die sich nachweislich zu einem vollständigen Verzicht auf Pelz verpflichtet haben – und macht pelzfreie Mode sichtbar und leicht auffindbar.
Fazit:
„Pelz ist immer mit Tierleid verbunden – ganz gleich, woher er stammt oder wie er zertifiziert ist“, sagt VIER PFOTEN Experte Thomas Pietsch. „Echtpelz zu tragen ist nicht vertretbar. Heute sollte es selbstverständlich sein, pelzfrei einzukaufen – denn alles andere bedeutet, Tierquälerei zu unterstützen.“
Weitere Informationen über den Einsatz von VIER PFOTEN für Wildtiere finden Sie hier.

Susanne von Pölnitz
Pressesprecherin Wildtiere+49 152 020 170 68
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Lübecker Straße 128, 22087 Hamburg
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Haustiere, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, dem Vereinigten Königreich und Vietnam sowie 13 Wildtier-Schutzzentren und Partnerprojekten weltweit sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.