Pollenallergie bei Hunden und Katzen 

VIER PFOTEN erklärt mögliche Symptome und wie betroffene Tiere am besten geschützt werden

Hamburg, 26. März 2026 – Mit dem Frühlingswetter kommt für viele die Pollenallergie zurück – auch für einige Tiere. Die globale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN erklärt, welche Anzeichen einer Pollenallergie es bei Hunden und Katzen gibt und was Halter:innen dagegen tun können.

Immunsystem des Tieres reagiert überempfindlich

Nicht nur Menschen, sondern auch Hunde und Katzen können auf verschiedene Umweltreize allergisch reagieren. Die Ursache dafür sind Allergene, auf die das Immunsystem des betroffenen Tieres überempfindlich reagiert. Dazu gehören unter anderem Pollen von Bäumen oder Büschen, Kräutern und Gräsern. 

„Wenn das Heimtier nur im Frühjahr Probleme mit der Atmung bekommt, sich vermehrt kratzt und weitere Symptome wie tränende Augen, vermehrtes Kopfschütteln oder intensives Belecken spezifischer Körperstellen zeigt, kann es sein, dass es unter einer Pollenallergie leidet.“

Dr. Sabrina Karl, Diplom-Biologin und Heimtier-Expertin bei VIER PFOTEN

Hat Ihr Hund eine Pollenallergie?

Ist ein Hund allergisch gegen Pollen, sind am häufigsten die Pfoten – insbesondere der Zwischenzehenbereich –, die Schnauze, Ohren, Augenpartie, Leistengegend, Achselhöhlen, Gliedmaßen und der Bauch von allergischen Reaktionen betroffen.„Hundehalter:innen sollten auf folgende Symptome achten: Kratzen oder Reiben an den Ohren, Augen oder im Gesicht, intensives Belecken der Pfoten, gerötete und feuchte Haut, übermäßiger Fellverlust, auffälliger Geruch in den Ohren, Nesselsucht, vermehrtes Kopfschütteln, tränende Augen, häufiges Rückwärtsniesen“, erklärt Dr. Sabrina Karl. „Manche Hunde zeigen viele Reaktionen gleichzeitig, andere haben vielleicht nur ein einziges Symptom.“

Diese Symptome zeigen betroffene Katzen

Bei Katzen ist die Symptomatik ähnlich: „Katzenhalter:innen sollten aufmerksam werden, wenn sich das Tier übermäßig kratzt oder vermehrt putzt oder wenn sie sich juckende Hautstellen aufkratzt, die sich dann sogar entzünden können. Viele Katzen zeigen eine allergische Reaktion auch durch häufiges Niesen und eine laufende Nase oder tränende Augen, die zusätzlich gerötet sein können. Außerdem lohnt sich ein Blick in die Ohren, denn Pollen und Samen können bei Katzen leicht zu Ohrenentzündungen führen“, erklärt die VIER PFOTEN Expertin.

So helfen Sie Ihrem Tier durch die Pollenzeit

„Vermuten Heimtierhalter:innen eine Pollenallergie, sollten die Symptome unbedingt in einer Tierarztpraxis abgeklärt werden“, so Dr. Sabrina Karl. „Ist das Tier tatsächlich allergisch, ist es ratsam, den Spaziergang oder Ausgang im Frühling anzupassen: Während der Tageszeit mit der höchsten Pollenkonzentration sollte der Spaziergang mit dem Hund nur kurz ausfallen. Spezielle Apps können hier unterstützen. Katzen sollte man zu dieser Zeit nach Möglichkeit im Haus lassen. Besonders gereinigt ist die Luft nach dem Regen: die perfekte Zeit für einen längeren Ausflug in der Natur.“

Fellpflege zur Pollenzeit besonders wichtig

Nach Möglichkeit sollte man außerdem Landschaften mit langen blühenden Gräsern für die Gassi-Runde meiden. „Es kann hilfreich sein, den Hund an eine kürzere, zwei Meter lange Leine zu nehmen. Das hindert den Vierbeiner mehr daran, sich im Gras auf den Rücken zu werfen und besonders viele Pollen im Fell zu sammeln“, so die VIER PFOTEN Expertin. Zudem empfiehlt es sich, zur Pollenzeit vermehrt auf Fellpflege zu achten. „Das Tier darf jetzt gerne ein wenig öfter gebürstet, nach dem Ausgang mit einem feuchten Tuch abgewischt oder gegebenenfalls sogar gebadet werden. Die Tierärztin oder der Tierarzt kann je nach Fellbeschaffenheit Tipps geben, was für welches Tier in welchem Maße sinnvoll ist“, so Dr. Sabrina Karl.

Weitere Informationen über Heimtiere und die Arbeit von VIER PFOTEN finden Sie hier.

Corinna Madjitov

Pressesprecherin Haustiere

presse-d@vier-pfoten.org

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Lübecker Straße 128, 22087 Hamburg

VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Haustiere, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, dem Vereinigten Königreich und Vietnam sowie 13 Wildtier-Schutzzentren und Partnerprojekten weltweit sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

www.vier-pfoten.de

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