Mit tierfreundlichen Osterfeuern Wildtiere schützen
VIER PFOTEN-Expertin rät: Brennhaufen erst kurz vor dem Anzünden aufschichten!
Hamburg, 30. März 2026 – Vielerorts laufen bereits die Vorbereitungen für das Osterfest: Das Holz für das traditionelle Osterfeuer wird gesammelt und zu großen Brennhaufen aufgeschichtet. Doch in der verbleibenden Zeit bis zu den Osterfeiertagen suchen kleine Wildtiere dort gerne Unterschlupf. Wird das Holz dann entzündet, bleibt den Tieren oft nicht mehr genug Zeit zur Flucht und sie verenden qualvoll in den Flammen. Um Tiere durch Osterfeuer nicht zu gefährden, ist es wichtig, im Vorfeld entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen.
Eva Lindenschmidt, Diplom-Biologin und Wildtierexpertin in der TIERART Wildtierstation von VIER PFOTEN, gibt Tipps für ein tierfreundliches Osterfeuer.
Für viele Tiere, wie zum Beispiel Hasen, Kaninchen, Igel, Mäuse, Kröten, Schlangen und verschiedene Insekten, sind Laubhaufen oder Haufen aus dem Gartenbeschnitt ein idealer Unterschlupf und Schutz. Was für Menschen nach einem praktischen Holzstapel aussieht, kann für Wildtiere lebenswichtig sein.
So gelingt das tierfreundliche Osterfeuer
- Brennhaufen immer erst kurz vor dem Entzünden neu aufschichten, damit keine Tiere im bereits liegenden Holz Unterschlupf finden.
- Bereits gesammeltes und länger liegendes Holz vollständig umsetzen, bevor das Feuer entfacht wird.
- Nach dem Umschichten mindestens eine Stunde Abstand halten, um den Tieren eine ungestörte Flucht zu ermöglichen.
- Während des Wartens zusätzlich den Randbereich kontrollieren, denn auch hier können Kleintiere Schutz suchen.
- Auf künstliche Beleuchtung direkt am Brennplatz verzichten, da helles Licht weitere Tiere anlocken kann.
- Den Brennplatz nach Möglichkeit umzäunen oder markieren, um Hunde oder Spaziergänger fernzuhalten und unnötige Störungen zu vermeiden.
- Wenn möglich kleinere, gut überschaubare Feuer bevorzugen, statt großer, schwer kontrollierbarer Flammenhaufen.
Mitmachaktion und Familienspaß
„Das Umschichten muss keine lästige Arbeit sein, sondern kann zu einer tollen Mitmachaktion für Groß und Klein werden. Je mehr mithelfen, desto schneller ist die Arbeit erledigt", erklärt Eva Lindenschmidt, Wildtierexpertin bei VIER PFOTEN. „So kann mit wenig Aufwand ein wertvoller Beitrag zum Tierschutz geleistet werden. Gerade jetzt, wo die meisten Wildtiere mit der Aufzucht ihrer Jungen beginnen und auf der Suche nach schützenden Verstecken sind, ist die Wahrscheinlichkeit, damit Tieren das Leben zu retten, extrem hoch."
Weitere Informationen über den Einsatz von VIER PFOTEN für Wildtiere finden Sie hier.

Susanne von Pölnitz
Pressesprecherin Wildtiere+49 152 020 170 68
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Lübecker Straße 128, 22087 Hamburg
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Haustiere, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, dem Vereinigten Königreich und Vietnam sowie 13 Wildtier-Schutzzentren und Partnerprojekten weltweit sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.