Katze zwängt sich durch eine Lücke in einem Gartenzaun

Unterschätzte Gefahr: Ungesicherter Freilauf bei Katzen

VIER PFOTEN erklärt, was Halter:innen bedenken sollten, bevor sie Katze oder Kater nach draußen lassen

13.3.2025

Hamburg, 13. März 2025 – Viele Halter:innen fragen sich: Sollte die Katze oder der Kater nach draußen gelassen werden oder grundsätzlich lieber in der Wohnung bleiben? Die globale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN weist auf die Gefahren des ungesicherten Freilaufs hin und gibt alternative Tipps, wie Samtpfoten möglichst sicher frische Luft schnappen können.

Freigängerkatzen sind ständig Gefahren ausgesetzt, wie beispielsweise Verletzungen durch Kämpfe mit Artgenossen, Angriffen von Wildtieren, dem erhöhten Risiko von Erkrankungen und Parasiten, der Aufnahme giftiger Substanzen sowie Tierquälerei als „sportliche Maßnahme“ – etwa durch Katzenabschuss – und natürlich dem Auto.  

„Je nach Wohnsituation müssen Halter:innen abwägen, ob sie die Katze nach draußen lassen können und wollen. Zeigt die Katze klar an, dass sie zwingend raus möchte, sollte man so gut wie möglich für die Sicherheit des Tieres sorgen und die zahlreichen Risiken des Freilaufs, so gut es geht, minimieren.“

Dr. Judith Förster, Heimtier-Expertin bei VIER PFOTEN

Grundregeln für den Katzen-Freilauf

„Grundsätzlich gilt: Lassen Sie junge und unerfahrene Katzen nicht einfach nach draußen. Zu groß ist die Gefahr, dass sie ein Auto erfasst, sie in Revierkämpfe verwickelt werden oder sich verlaufen“, so die VIER PFOTEN Heimtier-Expertin. „Obligatorisch ist außerdem, dass sowohl Katzen als auch Kater kastriert werden. Zum einen, um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern und zum anderen, um die Streunerkatzenpopulation nicht weiter nach oben zu treiben. Kastrierte Kater neigen zudem weniger dazu, auf weite Wanderschaft zu gehen oder sich hormonbedingt mit anderen Katern zu prügeln.“

Ratsam ist es, Freigängerkatzen besonders nachts in die Wohnung zu lassen. Damit die Samtpfoten auch in der Dämmerung gut sichtbar sind, kann ein reflektierendes Halsband mit Sicherheitsverschluss helfen. Auch ein GPS-Tracker ist sinnvoll.

„Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gilt: Der beste Freilauf ist ein kontrollierter Freilauf“, sagt Dr. Judith Förster. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Garten, Balkon oder Terrasse können mit ausbruchsicheren Katzennetzen und spannenden Klettermöglichkeiten als Auslauf dienen.Eine Alternative ist der Spaziergang mit Brustgeschirr und Leine. „Das Anlegen und Spazieren sollte behutsam mit der Katze trainiert werden. Einige Tiere finden dann Freude daran. So kann man gemeinsam als Team die Umwelt erkunden. Hat die Katze Spaß am Auslauf an der Leine, ist dies eine tolle Möglichkeit, die Katze auszulasten und sie trotzdem vor Gefahren zu schützen“, sagt die Expertin.

Weitere Informationen über Heimtiere und die Arbeit von VIER PFOTEN finden Sie hier.

Corinna Madjitov

Pressesprecherin Heimtiere

presse-d@vier-pfoten.org

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Lübecker Straße 128, 22087 Hamburg

VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Haustiere, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, dem Vereinigten Königreich und Vietnam sowie 13 Wildtier-Schutzzentren und Partnerprojekten weltweit sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

www.vier-pfoten.de

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