Hund in Büro

Am 20. Juni ist „Bring deinen Hund mit ins Büro“ -Tag 

VIER PFOTEN gibt Tipps für das Miteinander von Tier und Mensch am Arbeitsplatz

Hamburg, 16. Juni 2025  Am Freitag, den 20. Juni 2025, ist internationaler „Bring deinen Hund mit ins Büro“-Tag. Die globale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN gibt Tipps, wie das Miteinander von Tier und Mensch im Büro für alle funktioniert. 

Vorneweg: Grundsätzlich sind Arbeitgeber nicht verpflichtet, Hunde am Arbeitsplatz zu erlauben. Wer seinen Hund mitnehmen möchte, sollte also dringend vorher die Erlaubnis des Arbeitgebers – am besten schriftlich – einholen.

„Das gilt natürlich einmal mehr, bevor man sich einen eigenen Hund anschafft. Bloß darauf zu hoffen, dass der Chef die Mitnahme ins Büro erlauben wird, ist keine gute Idee. Sein Tier stattdessen acht Stunden am Stück zu Hause allein zu lassen, ist hingegen natürlich auch niemals eine Option.“

Dr. Sabrina Karl, Heimtier-Expertin bei VIER PFOTEN

Außerdem sollte man sich auch vorab mit seinen Kolleg:innen absprechen, um Konflikte zu vermeiden.

Klare Regeln für Tier und Mensch

Sind zwei oder mehrere Tiere am Arbeitsplatz, empfiehlt es sich, sie vorher an einem neutralen Ort miteinander bekannt zu machen. Dadurch können Konflikte wie zu wenig Individualabstand, Ressourcenverteidigung oder Territorialität vorgebeugt werden. „Vertragen sich die Hunde nicht, muss dafür gesorgt werden, dass sich die Tiere möglichst nicht begegnen, beispielsweise durch eine Raumtrennung. Außerdem empfehlen sich, Hundegitter an den Türen anzubringen“, so Dr. Karl.

Aber auch der Umgang zwischen Kolleg:innen und Bürohund braucht klare Regeln. „Nicht alle Hunde wollen gerne stürmisch begrüßt oder von anderen Menschen gestreichelt werden“, erklärt die Expertin. Über einen Hinweis an der Bürotür können Kolleg:innen beispielsweise aufgeklärt werden, dass der Hund anwesend ist und wie man sich ihm gegenüber am besten verhalten sollte.  

Hundefreundliche Büroumgebung

Auch am Arbeitsplatz sollten die grundsätzlichen Bedürfnisse des Hundes zwingend erfüllt werden. „Der Hund braucht seinen eigenen Platz, in einem Körbchen, einer Hundebox oder auf einer Decke, der möglichst nicht an einer lauten oder stark frequentierten Stelle liegt. Auch frisches Wasser und Nahrung sollten bereitgestellt werden. Ebenso muss regelmäßiges Gassigehen eingeplant werden“, sagt die VIER PFOTEN Expertin. „Auch vor Arbeitsbeginn braucht der Hund idealerweise schon einen ausgiebigen Spaziergang.“

Passt der Hund in ein Büro?

Nicht jeder noch so liebe Hund eignet sich auch als Bürohund. Halter:innen sollten sich vorab einige Fragen ehrlich beantworten: „Passt“ mein Hund wirklich in ein Büro? Kann er sich auch eine Weile unauffällig und ruhig verhalten oder bellt er oft? Lässt sich der Hund von anderen Tieren oder Menschen schnell einschüchtern? „Wichtig ist herauszufinden, ob sich der Hund grundsätzlich im Büro wohlfühlt oder ob er dort unter Dauerstress steht und nicht abschalten kann. In diesem Fall sollte immer eine andere Lösung gesucht werden, wie beispielsweise die Tagesbetreuung in einer Hundetagesstätte oder die zusätzliche Betreuung durch eine:n Hundesitter:in. Das Wohl des Tieres geht immer vor“, betont Dr. Sabrina Karl. 

Weitere Informationen über Heimtiere und die Arbeit von VIER PFOTEN finden Sie hier.

Corinna Madjitov

Pressesprecherin Haustiere

presse-d@vier-pfoten.org

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Lübecker Straße 128, 22087 Hamburg

VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Haustiere, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, dem Vereinigten Königreich und Vietnam sowie 13 Wildtier-Schutzzentren und Partnerprojekten weltweit sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

www.vier-pfoten.de

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