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Wildtiere leiden in der Manege 

Neustart der Zirkus-Saison zum Ferienbeginn: VIER PFOTEN rät vom Besuch tierhaltender Zirkusse ab und gibt Tipps für tierfreundliche Ausflugsalternativen 

17.2.2021

Hamburg, 30. Juni 2021 – Trotz anhaltender Diskussion über ein generelles Wildtierverbot in fahrenden Zirkusbetrieben halten noch immer einige Zirkusse an ihren Dressur-Nummern mit Wildtieren fest. Der Moskauer Zirkus zum Beispiel wird für die anstehenden Auftritte in Dachau unter anderem mit Tigern das Programm gestalten. Die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN rät davon ab, Zirkusse zu besuchen, in denen Tiere auftreten müssen. Wer Tiger, Elefanten und Co. sehen will, sollte stattdessen Auffangstationen und Wildtierparks besuchen, in denen wilde Tiere ein artgemäßes Leben führen können.

„Die Pandemie hat die Zirkusbranche hart getroffen. Doch keine Krise rechtfertigt die tierschutzwidrige Ausbeutung von Tieren zu Unterhaltungszwecken. Tiger, Löwen, Papageien und andere Exoten können in einem fahrenden Betrieb niemals artgemäß gehalten werden und erleiden häufig schwerwiegende gesundheitliche und psychische Probleme. Dass die Tiere häufig kein anderes Leben kennen, legitimiert nicht, diese Haltung fortzusetzen. Jede verkaufte Eintrittskarte verlängert das Leiden der Tiere im Zirkus.“

Sven Wirth, Kampagnenverantwortlicher für Wildtiere bei VIER PFOTEN

Ein Zirkusbesuch ist vor allem bei Familien mit Kindern beliebt. VIER PFOTEN warnt jedoch vor der realitätsfremden Darstellung von Wildtieren im Zirkus. „In der Manege werden die Tiere zu Kunststücken und unnatürlichen Darbietungen gezwungen. Das ist sowohl aus ethischer als auch als pädagogischer Sicht mehr als fragwürdig. Es gibt zum Glück mittlerweile einige Zirkusse, wie etwa Zirkus Roncalli oder Cirque du Soleil, die ganz ohne Tierleid ein tolles Unterhaltungsprogramm bieten. Wer seinem Kind Tiere aus der Nähe zeigen will, sollte Lebendhöfe, Artenschutzzentren oder Wildtierparks besuchen, wo die Tiere ein artgemäßes Leben führen können“, so der VIER PFOTEN Experte.

Tiere ohne Tierleid sehen

Es gibt viele Orte, an denen man Tiere aus nächster Nähe sehen kann, ohne Tierleid zu fördern. Viele Schutzzentren, Lebendhöfe und Wildtierauffangstationen sind in ganz Deutschland zu finden. Die meisten Einrichtungen bieten regelmäßig informative Führungen an, wo Besucher:innen viel über die gehaltenen Tiere erfahren können. Im von VIER PFOTEN geführten Tier-und Artenschutzzentrum TIERART in Maßweiler etwa, gibt es nicht nur heimische Wildtiere zu bestaunen, sondern auch Tiger, Puma und Serval. Im VIER PFOTEN BÄRENWALD Müritz im Mecklenburg-Vorpommern können Bären aus ehemals schlechter Haltung in weitläufigen, artgemäßen Gehegen beobachtet werden. „Es gibt viele gut geführte Parks und Auffangstationen. Allerdings sollte man grundsätzlich Einrichtungen meiden, in denen man mit Tieren interagieren kann, wie etwa Streichelzoos“, empfiehlt Sven Wirth.

Auf politische Ebene setzt sich VIER PFOTEN sowohl in Deutschland als auch in der EU für eine Ende des Tierleids im Zirkus ein. Das aktuelle Video der #EUStopCircusSuffering-Kampagne, mit eindrücklichen Bildern aus der Lebensrealität vom Zirkustieren sehen Sie hier.

Susanne von Pölnitz

Pressesprecherin Wildtiere

presse-d@vier-pfoten.org

+49 40 399 249-72

+49 152 020 170 68

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg

VIER PFOTEN ist die weltweite Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss, die Leiden aufdeckt, Tiere in Not rettet und sie schützt. Gegründet 1988 in Wien von Heli Dungler und Freunden, setzt sich die Organisation für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Empathie und Verständnis begegnen. Die nachhaltigen Kampagnen und Projekte von VIER PFOTEN konzentrieren sich auf Haustiere wie streunende Hunde und Katzen, Nutztiere und Wildtiere - wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans - in unangemessener Haltung sowie in Katastrophen- und Konfliktgebieten. Mit Büros in Australien, Österreich, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Kosovo, den Niederlanden, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Großbritannien, den USA und Vietnam sowie Auffangstationen für gerettete Tiere in elf Ländern bietet VIER PFOTEN schnelle Hilfe und langfristige Lösungen. 

www.vier-pfoten.de

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