Bundesrat

Statement: Enttäuschende Bundesratsabstimmung zur Tierschutzgesetznovelle 

Kein Impuls für mehr Tierschutz bei der letzten Sitzung vor der Sommerpause 

5.7.2024

Hamburg, 05. Juli 2024 In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Bundesrat heute über eine Stellungnahme zur Tierschutznovelle abgestimmt. Dazu kommentiert die globale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN

„Die Empfehlungen der Ausschüsse an das Plenum des Bundesrates waren vielversprechend. Wer aber heute vom Bundesrat eine starke Stellungnahme mit der Forderung nach weitreichenden Verbesserungen im Sinne der Tiere erwartet hatte, wurde jedoch enttäuscht: Weder wurde dafür gestimmt, die Übergangsfrist beim Anbindeehaltungsverbot für Rinder auf fünf Jahre zu verkürzen, noch wurde eine Empfehlung für ein nationales Tiertransportverbot in Drittländer abgegeben. Auch dass sich in der Länderkammer keine Mehrheit fand, in der kommenden Tierschutzgesetznovelle das Kupieren der Rute bei Jagdhunden zu verbieten, spricht eine deutliche Sprache. Der Bundestag darf sich von dieser aus Tierschutzsicht enttäuschenden Empfehlung nicht leiten lassen, sondern muss es im weiteren Gesetzgebungsprozess wesentlich besser machen und im Sinne der Tiere entscheiden. Wir brauchen endlich ein Tierschutzgesetz, welches Tiere wirklich schützt.“

Rüdiger Jürgensen Director Policy and Advocacy VIER PFOTEN Deutschland

Weitere Informationen zum Tierschutzgesetz finden Sie hier.

Oliver Windhorst

Pressesprecher für Tiere in der Landwirtschaft

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VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
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VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Haustiere, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, dem Vereinigten Königreich und Vietnam sowie 13 Wildtier-Schutzzentren und Partnerprojekten weltweit sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

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