
Karneval: Kein Spaß für Hunde und Katzen
VIER PFOTEN gibt Tipps für eine tierfreundliche Faschingszeit
Hamburg, 06. Februar 2026 – Am 12. Februar wird Weiberfastnacht gefeiert und damit der Höhepunkt der Karnevalssaison eingeläutet: Bis Aschermittwoch wird es in vielen Städten Deutschlands bunt und laut. Für viele Heimtiere ist die närrische Zeit allerdings alles andere als ein Vergnügen: Lärm, Menschenmengen und Verkleidungen können Tiere verängstigen und stressen. Die globale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN gibt Tipps für eine tierfreundliche Faschingszeit.
Tiere bitte nicht verkleiden!
Für viele Kinder und Erwachsene ist Verkleiden ein Riesenspaß. Doch Hunde oder Katzen sollte man auf keinen Fall in Kostüme stecken.
Tatsächlich können Verkleidungen auch gesundheitsschädlich für Hunde sein. „Hundeverkleidungen können Hautprobleme verursachen, wenn die Materialien an der Haut reiben. Häufig sind sie aus unbequemen, billigen Kunststoffen, die allergische Reaktionen auslösen können“, so die Expertin.
Karnevalsumzüge sind eine Belastung für das Hundeohr
Die allermeisten Tiere fühlen sich in dicht gedrängten Menschenmengen nicht wohl und können sich nicht frei bewegen oder zurückziehen. „Man sollte keinem Tier den Stress eines Festtagsumzuges zumuten. Schon die laute Geräuschkulisse ist für das hochempfindliche Gehör der Hunde eine Belastung. Hunde nehmen selbst Töne wahr, die wir gar nicht hören können. Wenn selbst manche Menschen den Krach an Karneval nur schwer ertragen können, kann man sich ungefähr vorstellen, was das für einen Hund bedeutet“, erklärt die VIER PFOTEN Expertin.
Scherben und Bonbons können Hunden gefährlich werden
In der Menge werden Vierbeiner außerdem schnell zur Seite gedrängt und manchmal unabsichtlich auch getreten. Die Tiere können dieser Stresssituation nicht entkommen und es kann dann sogar passieren, dass sie aus Panik oder vor Schmerzen zuschnappen“, sagt Dr. Sabrina Karl. In Feierlaune geht auch die ein oder andere Flasche zu Bruch: Hunde könnten in die Scherben treten und sich verletzen. „Auch viele Bonbons oder Schokolade landen während der Umzüge auf dem Boden und manche Hunde können dieser Verlockung nicht widerstehen. Je nach Inhaltsstoffen und Menge können diese Süßigkeiten aber gefährliche Vergiftungen verursachen“, sagt die Heimtier-Expertin.
Zum Wohl der Tiere rät VIER PFOTEN daher allen Narren und Närrinnen: Faschingspartys und Karnevalsumzüge sind für Menschen ein Vergnügen, für Vierbeiner jedoch eine Tortur. Wer plant, ausgelassen zu feiern, sollte seinen Vierbeiner sicher betreut und entspannt zu Hause lassen.
Weitere Informationen über Heimtiere und die Arbeit von VIER PFOTEN finden Sie hier.

Corinna Madjitov
Pressesprecherin HeimtiereVIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Lübecker Straße 128, 22087 Hamburg
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Haustiere, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, dem Vereinigten Königreich und Vietnam sowie 13 Wildtier-Schutzzentren und Partnerprojekten weltweit sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.