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Weiterhin riesige Nachfrage nach Welpen befeuert illegalen Welpenhandel 

18.1.2021

VIER PFOTEN warnt davor, Suchanzeigen auf Online-Plattformen aufzugeben

Hamburg, 18. Januar 2021 – Der Wunsch nach einem eigenen Hund ist derzeit bei vielen Menschen besonders stark. Allerdings ist die Nachfrage nach Welpen sehr viel größer, als dass sie durch seriöse Angebote gedeckt werden könnte. Daher geben seit einiger Zeit vermehrt auch Hundeinteressierte online eine Suchanzeige auf, um ihren vierbeinigen Begleiter zu finden. Diese Umstände führen nicht nur zu einem enormen Preisanstieg, sie werden auch von illegalen Händlern skrupellos missbraucht. 

„Wir warnen aktuell eindringlich davor, eine Suchanzeige auf einer Online-Plattform zu schalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich auf ein Welpen-Gesuch ein krimineller Anbieter meldet, ist riesig! Solche Suchanzeigen bieten für illegale Welpenhändler optimale Bedingungen, um völlig anonym kranke und viel zu junge Tiere äußerst gewinnbringend zu verkaufen. Deshalb muss Bundesministerin Julia Klöckner den Online-Handel mit Tieren endlich regulieren! Wer auf der Suche nach einem Hund ist, sollte besser Kontakt zum örtlichen Tierheim aufnehmen.“

Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN

Knapp 800 Tiere aus illegalem Handel wurden 2020 entdeckt

VIER PFOTEN verzeichnete im vergangenen Jahr insgesamt 767 illegal eingeführte oder illegal gehaltene Hunde und Katzen – die meisten stammen aus dem osteuropäischen Ausland – die bei Kontrollen in Deutschland entdeckt wurden. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen, denn allein im Dezember wurden knapp 100 Hunde beschlagnahmt. Damit das enorme Tierleid beendet wird, müssen iIllegale Welpenhändler dringend vom Markt ausgeschlossen werden. Dafür muss die Politik endlich Gesetze einführen, die den Online-Handel sicher machen.

Der unvorstellbare Leidensweg von Welpen aus illegalem Handel

Beim illegalen Welpenhandel werden die Tiere unter grausamen Bedingungen produziert, damit das Geschäft mit den Hundebabys so lukrativ wie möglich ist. Die Hundebabys werden in dreckigen Verschlägen und Kellern geboren, bekommen keine Impfungen oder Zuneigung. Wenn die Tiere dann viel zu jung von ihren Müttern getrennt werden, sind viele krank und viel zu schwach, um die Reise quer durch Europa zu überleben. Die ahnungslosen Käuferinnen und Käufer werden vorsätzlich getäuscht und zahlen häufig mehrere Hundert Euro für einen Welpen –selbst, wenn es weder Kaufvertrag noch Papiere gibt. Viele der Welpen sterben bereits nach nur wenigen Tagen oder leiden ihr Leben lang an den dramatischen Zuständen, die sie in ihren ersten Lebenswochen erleiden mussten.  

Weitere Informationen rund um den illegalen Welpenhandel bekommen Sie hier.

Schon mehr als 97.000 Menschen fordern die Bundesregierung dazu auf, den illegalen Welpenhandel zu stoppen. Unterzeichnen Sie die Petition von VIER PFOTEN hier.

Susanne von Pölnitz

Pressesprecherin Wildtiere

presse-d@vier-pfoten.org

+49 40 399 249-72

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg

VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen, Orang-Utans und Elefanten – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in zwölf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

www.vier-pfoten.de

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