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Tiere sind keine Valentinstags-Geschenke!

VIER PFOTEN warnt im Corona-Jahr zum 14. Februar vor der Welpenmafia 

11.2.2021

Hamburg, 10. Februar 2021 – Am 14. Februar ist Valentinstag. Wer echte Tierliebe empfindet, sollte jedoch dringend davon absehen, seiner Liebsten oder seinem Liebsten ein Heimtier zu schenken.
Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN warnt insbesondere in Corona-Zeiten davor, Impulskäufe zu tätigen und auf illegale WelpenhändlerInnen hereinzufallen. 

Grundsätzlich gilt: Weder Hund noch Katze, Nager oder andere Heimtiere sollten wie ein einfaches Spielzeug verschenkt werden. Der Entschluss, ein Tier bei sich aufzunehmen, sollte nur nach gründlicher Überlegung und gewissenhafter Vorbereitung gefasst werden. 
Insbesondere ist durch die hohe Nachfrage nach Hunden im Zuge der Corona-Pandemie die Gefahr groß, beim Kauf unwissentlich an die 
Welpenmafia zu geraten.  

„Wem das Tierwohl wirklich am Herzen liegt, der sollte derzeit 
ausschließlich im Tierheim schauen. Denn durch die hohe Nachfrage floriert auch der illegale Welpenhandel und auf den bekannten Online-Plattformen tummeln sich folglich zahlreiche Kriminelle. Um dem ein Ende zu setzen, muss der Online-Handel mit Tieren sicher werden. Hier ist Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gefragt,  
schnellstens wirksame Maßnahmen gegen dieses grausame Geschäft umzusetzen. Dazu gehört eine Verifizierungspflicht für alle Tierverkäuferinnen und -verkäufer sowie eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen in Deutschland.“

Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN

Die Welpenmafia agiert zunehmend professionell 

Kriminelle WelpenhändlerInnen nutzen die Anonymität im Internet aus, um viel zu junge und kranke Tiere ohne Rückverfolgbarkeit anzubieten. Ihre Anzeigen auf Online-Portalen wie Quoka oder eBay Kleinanzeigen sind oft kaum von seriösen Inseraten zu unterscheiden – die Verkaufspreise wurden längst an die seriöser AnbieterInnen angepasst. Fotos von niedlichen Welpen aus vermeintlicher Hobbyzucht verschleiern oft die wahre Herkunft der Hunde. Tatsächlich werden die Tiere in dreckigen Verschlägen und Kellern – meist in Osteuropa – geboren, bekommen keine Impfungen, geeignetes Futter oder menschliche Fürsorge. Wenn sie dann viel zu jung von ihren Müttern getrennt werden, sind viele krank und zu schwach, um den Transport quer durch Europa zu überleben. Die Welpen, die es schaffen, sterben bereits nach nur wenigen Tagen oder leiden ihr Leben lang an den Zuständen, die sie in ihren ersten Lebenswochen erleiden mussten.

Weitere Infos zum illegalen Welpenhandel finden Sie hier.

Schon mehr als 98.000 Menschen fordern die Bundesregierung dazu auf, den illegalen Welpenhandel zu stoppen. Unterzeichnen Sie die Petition von VIER PFOTEN hier.

Susanne von Pölnitz

Pressesprecherin Wildtiere

presse-d@vier-pfoten.org

+49 40 399 249-72

+49 152 020 170 68

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg

VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen, Orang-Utans und Elefanten – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in zwölf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

www.vier-pfoten.de

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