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VIER PFOTEN ruft die Bundesregierung zum Kampf gegen den illegalen Welpenhandel in Deutschland auf 

18.2.2020

Europäisches Parlament will gegen kriminelle Tierhändler vorgehen 

Hamburg, 18. Februar 2020 – VIER PFOTEN ruft die Bundesregierung auf, zügig Gesetze einzuleiten, um das Leid der illegal in Deutschland gehandelten Welpen zu verhindern.

Das Europäische Parlament hat vor wenigen Tagen nahezu einstimmig die verpflichtende Identifizierung und Registrierung aller Hunde und Katzen innerhalb der EU gefordert, um dem massiven illegalen Welpenhandel zu begegnen.

„Weil bis zu einer europaweiten Lösung noch Jahre vergehen werden, muss die Bundesregierung jetzt dafür sorgen, dass Haustiere in Deutschland per Gesetz nicht mehr anonym im Internet angeboten werden. Dadurch werden kriminelle Händler endlich zur Rechenschaft gezogen und tausenden Welpen wird grausames Leid erspart.“

Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN

Jeden Monat werden mehr als 50.000 Hunde gehandelt

Neben den vielen Welpen, die hierzulande angeboten werden, dient Deutschland gleichzeitig als Transitstrecke für in Osteuropa produzierte Welpen. Laut einer Studie der Europäischen Kommission werden jeden Monat rund 50.000 Hunde zwischen den europäischen Ländern gehandelt. Die meisten dieser Tiere sind nicht geimpft und wurden in Welpenfabriken, sogenannten Vermehrerstationen, unter grausamen Bedingungen produziert.

Die kranken und traumatisierten Tiere werden in Deutschland vor allem über Online-Plattformen und in sozialen Medien angeboten, da private Verkäufer hier anonym Tiere verkaufen können und es  keine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde gibt.

Schneider: „Die Bundesregierung kann gegen den illegalen Welpenhandel vorgehen, indem sie jetzt den Online-Handel mit Tieren reguliert und über Social-Media-Kanäle komplett verbietet. Mit einer bundesweiten Registrierungs- und Kennzeichnungspflicht wäre zudem zu jeder Zeit nachvollziehbar, woher ein Hund kommt. Händler, die hilflose Welpen viel zu jung, ungeimpft und traumatisiert verkaufen, müssen verfolgt und bestraft werden können“.

Unterstützen Sie VIER PFOTEN und fordern Sie gesetzliche Regelungen gegen illegalen Tierhandel und für eine Rückverfolgbarkeit: vier-pfoten.de/welpenhandel

Wer mit dubiosen Welpenhändlern in Kontakt kommt oder verdächtige Beobachtungen macht, kann sich über die Seite www.stoppuppytraders.org bei VIER PFOTEN melden. Dort finden sich auch Informationen für einen verantwortungsvollen Welpenkauf.

VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen, Orang-Utans und Elefanten – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in zwölf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

www.vier-pfoten.de