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Schön, aber gefährlich

Glaskugeln, Lametta und Schoko-Baumschmuck sind riskant für Heimtiere 

9.12.2021

Hamburg, 09. Dezember 2021 Weihnachten steht vor der Tür und schon jetzt wird in vielen Haushalten festlich dekoriert und der Weihnachtsbaum aufgestellt. Doch so manche Weihnachtsdeko birgt für Vierbeiner Gefahr. VIER PFOTEN Heimtier-Expertin Sarah Ross erklärt, wie Sie sich heimtierfreundlich auf die besinnliche Feiertagszeit einstellen und Risiken für Hund und Katze vermeiden.

Für viele Familien gehört ein geschmückter Tannenbaum zu Weihnachten dazu. Doch der Christbaum sollte stets mit Bedacht dekoriert werden. Wenn plötzlich ein Weihnachtsbaum im Wohnzimmer steht, ist das für Hunde und Katzen sehr aufregend und vor allem Jungtiere inspizieren den Festtagsschmuck sehr genau.

„Das Wichtigste ist, dass der Baum standfest ist und nicht umfällt, sobald ein neugieriger Vierbeiner Zweige und Schmuck erkundet. Vor allem bei kletterfreudigen Katzen, sollte der Baum zusätzlich an der Wand gesichert sein“, rät VIER PFOTEN Expertin Sarah Ross. „Steht der Baum in einem Baumständer mit Wasser, muss man darauf achten, dass die Tiere im Haushalt nicht davon trinken können, denn dann drohen Vergiftungen.“

Sarah Ross, Heimtier-Expertin bei VIER PFOTEN

Gefährlicher Schmuck

Beim Schmücken sollte man darauf achten, Glaskugeln so aufzuhängen, dass Hund oder Katze sie nicht aus Versehen runterreißen können. „Das untere Drittel des Baumes sollte man lieber mit Kunststoffkugeln schmücken, die beim Herunterfallen nicht zerbrechen können. Gläserne Weihnachtskugeln zersplittern oft in sehr kleine Teile, die zu Verletzungen an den Pfoten führen können. Im schlimmsten Fall können die feinen Scherben sogar versehentlich aufgeschleckt werden“, so die VIER PFOTEN-Expertin. „Wenn möglich, sollte man auf Lametta verzichten. Die silbernen und goldenen Bändchen sind häufig noch bleihaltig und somit für Mensch und Tier giftig. Sehr verspielte Hunde oder Katzen können die dünnen Fäden außerdem leicht verschlucken und das kann zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss führen. Und wer auf echte Kerzen am Baum nicht verzichten kann, sollte diese nur unter ständiger Aufsicht anzünden.“

Giftige Leckereien

In der Weihnachtszeit locken viele Leckereien: Kekse, Stollen und Schokolade in vielen Formen. Doch manche Nüsse, Rosinen und Schokolade sind giftig für unsere tierischen Lieblinge. Schokolade enthält häufig Theobromin, ein Inhaltsstoff, der für Hunde und Katzen tödlich sein kann. „Manche Hunde oder Katzen sind sehr neugierig oder auch sehr verfressen und probieren einfach alles. Aber wenn sie Schokolade fressen, können sie Krämpfe und Durchfall bekommen. Bei größeren Mengen drohen Herz-Rhythmusstörungen oder Atemstillstand. Je dunkler die Schokolade ist, desto mehr Theobromin ist enthalten. Auch Macadamianüsse, Bittermandeln und frische und unreife Walnüsse können Vergiftungserscheinungen verursachen“, sagt Sarah Ross. „Den bunten Weihnachtsteller deshalb immer außerhalb der Reichweite von Hund und Katze aufstellen und möglichst auf essbaren Baumschmuck verzichten. Auch der Verzehr von Rosinen kann bei manchen Hunden zu tödlichem Nierenversagen führen.“

Reste sind kein Festessen

Auch wenn Weihnachten ist: Salzige und gewürzte Speisen, wie die Reste vom Festtagsbraten, sollten für Hunde und Katze tabu sein. Auch Gänseknochen sind ein riskanter Snack, denn gekochte oder gegarte Knochen können leicht splittern. „Wer sein Heimtier an den Feiertagen verwöhnen will, sollte Naturprodukte aus dem Tierfutterhandel anbieten. Statt mit vielen Leckereien, kann man seinen Hund aber auch mit besonders langen und abwechslungsreichen Gassirunden eine Freude machen. Das ist gesund und beugt zusätzlich auch lästigen Weihnachtspfunden vor“, so die VIER PFOTEN Heimtier-Expertin.

Weitere VIER PFOTEN Heimtier-Ratgeber finden Sie hier.

VIER PFOTEN Heimtier-Expertin Sarah Ross steht für Interviews zur Verfügung.

Corinna Madjitov

Pressesprecherin Heimtiere

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VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
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VIER PFOTEN ist die weltweite Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss, die Leiden aufdeckt, Tiere in Not rettet und sie schützt. Gegründet 1988 in Wien von Heli Dungler und Freunden, setzt sich die Organisation für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Empathie und Verständnis begegnen. Die nachhaltigen Kampagnen und Projekte von VIER PFOTEN konzentrieren sich auf Haustiere wie streunende Hunde und Katzen, Nutztiere und Wildtiere - wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans - in unangemessener Haltung sowie in Katastrophen- und Konfliktgebieten. Mit Büros in Australien, Österreich, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Kosovo, den Niederlanden, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Großbritannien, den USA und Vietnam sowie Auffangstationen für gerettete Tiere in elf Ländern bietet VIER PFOTEN schnelle Hilfe und langfristige Lösungen. 

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