
GEWALT AN TIEREN
VIER PFOTEN gibt Tipps, wie sich Gewalt erkennen und vermeiden lässt
Hamburg, 10. April 2019 – Sehr deutlich zeigt sich Gewalt an Tieren durch absichtliche Vergehen wie Treten und Schlagen. Vernachlässigung ist aber auch eine Form von Gewalt, denen Tiere ausgesetzt sein können. Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN, gibt Tipps, wie man Gewalt an Tieren erkennen und was man dagegen tun kann.
Ob ein Tier Opfer von Gewalt ist, lässt sich teilweise schon an dem Benehmen der Tiere erkennen. Wenn Tiere extrem ängstlich wirken, zu Aggressionen neigen, Verwirrung und Benommenheit signalisieren oder ein abweisendes Verhalten gegenüber Menschen zeigen, sollten Sie genauer hinschauen. Denn das könnten Indizien dafür sein, dass die Tiere Opfer von Gewalt geworden sind.
„Jeder, der Gewalt an Tieren wahrnimmt, ist aufgerufen, etwas dagegen zu unternehmen. Offensichtliche Misshandlungen, wie zum Beispiel das Treten eines Hundes, sind eindeutig. Es gibt jedoch auch physische Anzeichen wie Verletzungen, Verwahrlosung, offene und offensichtlich unbehandelte Wunden oder bedenklichen Parasitenbefall, die auf Gewalt gegenüber den Tieren hindeuten könnten. Auch Missstände, wie eine mangelhafte Unterbringung, etwa durch fehlenden Schutz vor Witterungsbedingungen, dem Mangel an frischem Wasser und nicht entfernte Fäkalien sind typische Anzeichen, die zum Eingreifen auffordern“, so die Heimtierexpertin.
„Manchmal ist es möglich, direkt einzugreifen und einen Tierhalter dazu zu bringen, von seinem Tun abzulassen. Doch meistens ist damit das Problem nicht nachhaltig gelöst. Deshalb ist es besser, die beobachtete Gewalt zu melden; sei es bei der Polizei, beim Veterinäramt oder bei Tierschutzorganisationen. Wichtig ist, so detailliert wie möglich darzustellen, was wann wo beobachtet worden ist. Fotos, kurze Videos und die Aussage anderer Zeugen sind eine große Hilfe, um einen Missstand zu melden. Aber Vorsicht: Bringen Sie sich niemals selbst in Gefahr!“, so Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN, Stiftung für Tierschutz.

Susanne von Pölnitz
Pressesprecherin Wildtiere+49 152 020 170 68
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Lübecker Straße 128, 22087 Hamburg
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Haustiere, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, dem Vereinigten Königreich und Vietnam sowie 13 Wildtier-Schutzzentren und Partnerprojekten weltweit sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.