NRW: Umweltausschuss diskutiert über Haustierabschuss

VIER PFOTEN begrüßt Überarbeitung des Jagdrechts

Hamburg / Düsseldorf, 25. März 2015 – Heute berät der Umweltausschuss der NRW-Landesregierung über eine Überarbeitung des Jagdrechts. Künftig sollen in NRW unter anderem keine Hauskatzen mehr geschossen werden dürfen. Bisher gilt bundesweit das Gesetz, dass Katzen als „wildernde Haustiere“ erschossen werden können, wenn sie sich mehr als 200 bzw. 300 Meter (je nach Bundesland) vom nächsten Wohnhaus entfernt haben. Jährlich fallen dem rund 40.000 Hauskatzen zum Opfer. VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz ist über die geplanten Änderungen des Gesetzes erfreut.

„Die Begründung für den Abschuss von Katzen ist von Seiten der Jäger vor allem, dass Streunerkatzen Autounfälle verursachen und Krankheiten verbreiten könnten. Der Abschuss von Katzen löst jedoch keins dieser Probleme! Wenn ein Steuner geschossen wird, wird sein Revier sofort von anderen Tieren übernommen. Ihre Zahl verringert sich auf diese Weise nicht. Die einzige Möglichkeit, der großen Anzahl von streunenden Katzen auf Deutschlands Straßen Herr zu werden, ist die Kastration von möglichst vielen Tieren.“

Birgitt Thiesmann (51), Heimtierexpertin von VIER PFOTEN

VIER PFOTEN fordert deshalb von der Bundesregierung die Einführung einer bundesweiten Kastrationspflicht für Hauskatzen mit Freigang. Zusätzlich arbeitet die Stiftung auf kommunaler Ebene mit Städten und Gemeinden zusammen und informiert über nachhaltige Lösungen. Katzen sind mit vier bis fünf Monaten geschlechtsreif. Eine Katze kann pro Jahr zwei Würfe mit mindestens drei Kätzchen großziehen, die wiederum nach einem halben Jahr selbst für Nachwuchs sorgen.

VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Haustiere, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, dem Vereinigten Königreich und Vietnam sowie 13 Wildtier-Schutzzentren und Partnerprojekten weltweit sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

www.vier-pfoten.de

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