
Käfig-Verbot: Keine Einigung von Bund und Ländern
VIER PFOTEN kritisiert vertane Chance für Legehennen
Berlin, 11. Juni 2015 – Heute Vormittag haben sich Bund und Länder bei einer Konferenz der Staatssekretäre im Bundeslandwirtschaftsministerium nicht auf eine Ausstiegsfrist aus der Kleingruppen-Käfighaltung von Legehennen einigen können. Während die Länder den Ausstieg bis 2025 forderten, setzte die Bundesregierung auf einen deutlich längeren Zeitraum. Die Stiftung VIER PFOTEN kritisiert, dass bei dem Ringen um ein gemeinsames Ausstiegsdatum offenbar nicht an das Tierwohl gedacht wird. Denn solange es keine Einigung auf eine Ausstiegsfrist gibt, wird der Antrag für das Verbot der Kleingruppenhaltung im Bundesrat nicht durchkommen.
Eine ähnliche Situation bestand bereits 2012, als ein Antrag zur Abschaffung der Kleingruppenhaltung wegen des mangelnden gemeinsamen Ausstiegsdatums abgelehnt wurde. Damit sitzen etwa fünf Millionen Legehennen in Deutschland auf unabsehbare Zeit weiterhin in winzigen Kleingruppenkäfigen.
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Haustiere, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, dem Vereinigten Königreich und Vietnam sowie 13 Wildtier-Schutzzentren und Partnerprojekten weltweit sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.