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Igel gefunden – was tun?

4.11.2015

VIER PFOTEN gibt Tipps für effektiven Igelschutz

Hamburg, 04.11.2015 – Im Herbst wird das Nahrungsangebot für Igel knapper und der Winterschlaf steht bevor. Wer Igeln helfen will, die kalte Jahreszeit gut zu überstehen, sollte sich gut informieren. Denn nicht jeder Igel braucht unsere Unterstützung.

Igel gehören zu den besonders gefährdeten Arten und dürfen laut Bundesnaturschutzgesetz der Natur nicht entnommen werden. Eine Ausnahme bilden kranke, verletzte oder verwaiste Tiere. Wenn dies sichergestellt ist, empfiehlt die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN, sich umgehend an eine Wildtier-Station oder einem Tierarzt wenden um fachkundigen Rat einzuholen. Gemeinsam mit dem Experten kann entschieden werden, ob der Igel in der eigenen Gartenlaube überwintern kann oder ob eine Auffangstation die bessere Unterbringung ist. Der Igel sollte nicht in Wohnräumen untergebracht und aufgepäppelt werden, da die warme Zimmertemperatur die Ausbreitung von Parasiten begünstigt.

„Nachhaltiger Igelschutz beginnt im eigenen Garten. Nicht nur Igel, sondern auch andere Wildtiere freuen sich, wenn ein Teil des Gartens nicht aufgeräumt wird und der Kompost von Oktober bis März nicht umgeschichtet wird. Auch Reisig- und Laubhaufen, sowie Hecken und Gehölze bieten den Tieren Unterschlupf. Laubsauger, Rasenmäher und andere Geräte sind mit Vorsicht einzusetzen – sie können die Tiere tödlich verletzen.“

Thomas Pietsch (45), Wildtierexperte bei VIER PFOTEN

Neben den anfallenden Gartenarbeiten kann auch die Architektur von Garten und Haus Gefahren für den Igel bergen. Ein paar kleine Hilfestellungen können hier viel bewirken: Kellerfenster und Lüftungsschächte sollten vergittert sein, eventuell vorkommende Stufen können für Igel passierbar gemacht werden, indem mit Ziegelsteinen Zwischenstufen gebaut werden und ein Brett im Teich gewährleistet einen sicheren Ausstieg aus dem Wasser.
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VIER PFOTEN fördert die Wildtierstation Hamburg mit jährlich 100.000 Euro. Pro Jahr werden dort mehr als 1.500 in Not geratene, heimische Wildtiere abgegeben, aufgezogen, medizinisch versorgt und wieder ausgewildert.

Mehr Informationen zur Kooperation: www.vier-pfoten.de/projekte/kooperationen/wildtierstation-hamburg

Weitere Wildtier-Ratgeber: www.vier-pfoten.de/themen/wildtiere/ratgeber

VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen, Orang-Utans und Elefanten – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in zwölf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

www.vier-pfoten.de