
Auch kastrierte Katzen fangen Mäuse!
Bündnis „Pro Katze“ fordert Kastrationspflicht und räumt mit Vorurteilen auf
Hamburg / Sulzbach / Berlin, 3. März 2015 – In Deutschland leben zwei bis drei Millionen herrenlose Katzen, sogenannte Streunerkatzen. Und es werden immer mehr. Sie paaren sich mit Hauskatzen und sorgen so jedes Jahr für weiteren Nachwuchs. Oft leiden die Tiere unter der Witterung, dem Futtermangel und den katzentypischen Krankheiten wie Katzenschnupfen und -aids.
Das Bündnis „Pro Katze“ setzt sich gemeinsam für eine deutschlandweite Kastrationspflicht für Hauskatzen mit Freigang ein. Nur so kann der rasante Anstieg der Streunerkatzen-Population auf tierschutzkonforme Art aufgehalten und das Katzenleid verringert werden.
Eine Kastration ist mit etwa 70 Euro für männliche und etwa 100 Euro für weibliche Tiere eine recht große Investition, die sich aber lohnt. Bei der Operation werden die Eierstöcke, beziehungsweise die Hoden, routinemäßig und unter Vollnarkose entfernt. Die Aktivität der Katzen wird nicht beeinflusst, die Tiere werden lediglich etwas häuslicher, bleiben näher am Hof und werden dadurch auch seltener überfahren.
Weitere Informationen:
www.vier-pfoten.de
www.tasso.net
www.bmt-tierschutz.de
Über das Bündnis "Pro Katze"
VIER PFOTEN, TASSO e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) haben im März 2012 das Bündnis „Pro Katze“ gegründet. Gemeinsam setzen sich die drei Tierschutzorganisationen für eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Freigängerkatzen ein.
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Haustiere, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, dem Vereinigten Königreich und Vietnam sowie 13 Wildtier-Schutzzentren und Partnerprojekten weltweit sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.