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Protestaktion zur Entscheidung im Bundesrat

Einen Schritt gemacht, aber noch lange nicht am Ende des Weges. Der Anfang vom Ende des Kastenstands im Deckbereich ist besiegelt.

3.7.2020

Dank der breiten Proteste hunderttausender Tierschützerinnen und Tierschützer auf die Politik wurde die Entscheidung zuletzt immer wieder verschoben und weiterverhandelt. Der ursprüngliche Entwurf von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und der CDU wollte Sauen noch länger im Kastenstand leiden lassen. Aufgrund des Drucks aus der Zivilgesellschaft und auch dank der Grünen wurde der Entwurf in einigen Punkten verbessert. Der Anfang vom Ende des Kastenstands im Deckbereich ist jetzt besiegelt, doch wir haben noch einen sehr langen Weg bis zur endgültigen Abschaffung der grausamen Metallkäfige vor uns. Der Beschluss ist für uns Ansporn, mit aller Kraft weiter zu kämpfen, bis der Kastenstand endlich Geschichte ist. Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Wie geht’s weiter? – #LasstDieSauRaus #EndTheCageAge

Die Übergangszeit von bis zu 10 Jahren im Deckbereich ist viel zu lang, in welcher Sauen immer noch in zu engen Kastenständen gehalten werden dürfen. Auch im Abferkelbereich wird sich erst in bis zu 17 Jahren etwas ändern und die Sauen ein paar Tage weniger im Kastenstand eingesperrt sein. Wir hoffen daher auf das Bundesverfassungsgericht, das im nächsten Jahr entscheiden wird, ob die Sauenhaltung und der Kastenstand in Deutschland mit dem Tierschutzgesetz und unserer Verfassung vereinbar sind. Bei einem aus Tierschutzsicht positiven Ergebnis wird man sich erneut an den Verhandlungstisch setzen müssen.

Doch immerhin müssen laut dem Beschluss Landwirtinnen und Landwirte innerhalb von drei Jahren ein Umbaukonzept und nach fünf Jahren einen Bauantrag für den Deckbereich vorlegen. Andernfalls müssen sie schließen. Wir werden das weitere Verfahren der Verordnung kritisch begleitenund darauf drängen, dass Sauen nicht noch länger im Kastenstand leiden müssen. Auch auf EU-Ebene werden wir im Rahmen der EndTheCageAge Kampagne das weitere Verfahren voran bringen.

Vergangenen Freitag demonstrierten wir gemeinsam mit weiteren Tierschutzorganisationen (Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Animal Equality, Bundesverband Tierschutz, Compassion in World Farming, Deutscher Tierschutzbund, Foodwatch, PETA, PROVIEH, Tierschutzverein für Berlin und Umgebung) und mehr als 70 Aktivistinnen und Aktivisten schräg gegenüber dem Bundesrat. Wir waren bunt und wir waren laut, um der Politik klar zu machen, dass der tierquälerische Kastenstand endlich beendet werden muss.

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