Raccoon at TIERART Wild Animal Sanctuary

#BehindTheScenes in der TIERART Wildtierstation

Standortleiter Florian Eiserlo gewährt uns einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der deutschen Wildtierauffangstation

7.9.2020

Die deutsche Wildtierauffangstation wird in Kooperation mit dem Verein TIERART e.V. betrieben und gibt großen und wilden Katzen, die aus schlechter Haltung gerettet wurden, ein lebenslanges Zuhause, sowie zahlreichen anderen einheimischen Wildtieren eine Unterkunft und Rehabilitation. Die Station wurde im Jahr 2001 eröffnet und arbeitet seit 2013 mit VIER PFOTEN zusammen. 

Um mehr über das tägliche Geschehen in der TIERART WILDTIERSTATION zu erfahren, haben wir Standortleiter Florian Eiserlo interviewt, der seit März 2016 im Tierheim arbeitet! Florian gewährt uns einen exklusiven Blick hinter die Kulissen!

Wie sieht ein durchschnittlicher Arbeitstag aus?

Ich starte jeden Tag mit meinem Hund Melly in den Tag und gehe um 7:30 Uhr ins Büro. Die meiste Zeit des Tages arbeite ich am Schreibtisch: Planung von Bauvorhaben, Projekten und Tagesabläufen für die Mitarbeiter, Online-Meetings mit Behörden, Lieferanten und Baufirmen. Außerdem viele Verwaltungsaufgaben, Telefonate und sonstige Finanzgeschäfte.

Manchmal muss ich auch technische Probleme vor Ort lösen, mich um verletzte Tiere kümmern, die angeliefert werden, dem technischen Mitarbeiter bei verschiedenen Arbeiten helfen oder den Tierpflegern bei ihren täglichen Aufgaben helfen. Ich erstelle Arbeitspläne und Betriebsabläufe und, na ja... einfach alles! Manchmal kann man seinen Tag nicht planen, weil sehr oft unerwartete Dinge passieren, wie z. B. Rettungsaktionen von Wildtieren.

Was ist die ungewöhnlichste Erfahrung, die Sie bei Ihrer Arbeit in der WILDTIERSTATION gemacht haben?

Ich arbeite mit einem lustigen und albernen schwarzen Schaf zusammen, das sich für einen Menschen hält und Lulu heißt. 

Tatsächlich erlebe ich leider sehr oft ungewöhnliche oder sogar beängstigende Momente mit anderen Menschen, die ein völlig absurdes Verhältnis zu Tieren haben. Sie halten sich Pumas als Haustiere in der Wohnung, halten Waschbären in Vogelkäfigen, lassen Schafe auf Müllhalden verrecken oder kuscheln mit Tigern. Es ist einfach unvorstellbar, auf was für Ideen Menschen kommen.

Wodurch fühlt sich Ihr Job besonders an?

Wir arbeiten für unsere Tiere und geben ihnen ein neues und geschütztes Leben.

Was war einer der erfreulichsten oder denkwürdigsten Aspekte Ihrer Arbeit?

Die Rettung der Zirkustiger Sahib und Jill.

Was ist eine der größten Herausforderungen bei der Arbeit mit Tieren bzw. bei der Arbeit im Schutzzentrum?

Wir sorgen für die Sicherheit und Zufriedenheit unserer Tiere, unseres Teams und unserer Besucher. 

Was gefällt Ihnen an der Arbeit besonders?

Wir arbeiten für unsere Tiere und versuchen, den Menschen eine bessere Sichtweise und ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, wie Tiere behandelt werden sollten.

Haben Sie ein Lieblingstier in der WILDTIERSTATION? Wenn ja, welches?

Keine besonderes, alle sind mir wichtig. Unsere Tiger, zum Beispiel Bela und Sharuk, oder unsere Waschbären und die Schafe haben alle ihre eigene tragische Geschichte und jeder von ihnen hat seinen eigenen Charakter!

Wie hat Ihre Arbeit im Tierschutzzentrum Ihr Leben verändert und sich auf Ihre Familie/Freunde ausgewirkt?

Die Arbeit bei VIER PFOTEN hat meine persönliche Einstellung zum Tierschutz verändert, vor allem in Bezug auf den Konsum von Fleisch oder die Haltung exotischer Haustiere. Für mich ist meine Arbeit im Tierschutzzentrum zu einer Lebensaufgabe geworden.

Puma Tikam

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