Das „STRAYS“ Projekt

Das „STRAYS“ Projekt

Ein wissenschaftliches Projekt zur Ermittlung der effektivsten, effizientesten und nachhaltigsten Methode zum Management der Anzahl freilebender Hunde 

4.5.2022

Die Überpopulation freilebender Hunde ist ein globales Problem mit Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und Sicherheit, den Umweltschutz, den Schutz wildlebender Tiere sowie den Tierschutz selbst. Der unverantwortungsvolle Umgang mit Haustieren (z.B. Aussetzen) und das Fehlen von Kastrationsprogrammen können zu einer übermäßigen Zunahme von freilebenden Hunden führen. In großer Zahl können freilebende Hunde zur Ausbreitung von Krankheiten beitragen, Konflikte zwischen Mensch und Tier verursachen (z.B. Bisse und Verkehrsunfälle), das Überleben anderer Tierarten gefährden und eine wirtschaftliche Belastung darstellen (z.B. Kosten im Zusammenhang mit Management, Tollwut-Impfung und Prophylaxe), wobei häufig auch Gesundheits- und Tierschutzprobleme auftreten.

Das STRAYS-Projekt wurde von der Universität Leeds (England), FOUR PAWS International und IZSAM (Istituto Zooprofilattico Sperimentale dell'Abruzzo und Molise 'Giuseppe Caporale', Italien) mit dem Ziel die effektivste, effizienteste und nachhaltigste Methode zum Management der Anzahl freilebender Hunde zu bestimmen, entwickelt und durchgeführt.

STRAYS-Doktorarbeit

Das STRAYS-Projekt wurde als akademisches Promotionsforschungsprojekt entworfen und umfasste die Erfassung von Daten zu Hundepopulationen an zwei verschiedenen Studienorten (Lemberg, Ukraine und Pescara, Italien) sowie die Bestimmung zur Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber freilebenden Hunden (mithilfe von Online-Umfragen in Italien, der Ukraine und Bulgarien). Die Größe der freilebenden Hundepopulationen, die finanziellen Kosten, die Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Hundepopulationen und die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit sind einige der Einflussfaktoren, die in dieser Studie beim Vergleich verschiedener Methoden (CNVR= Einfangen – Kastrieren - Impfen – Freilassen, Tierheimhaltung, verantwortungsvolle Hundebesitzer-Interventionen und Massentötung) zum Management von Hundepopulationen berücksichtigt wurden. Unter Verwendung der gesammelten Daten wurde ein mathematisches Modell erstellt, um die effektivste Methode zu bestimmen, mit der die Populationsgröße human (ohne Hundetötungen) reduziert werden kann.

Ursachen für das Hundepopulationswachstum

Das Hauptergebnis des STRAYS-Projekts ist, dass die Methoden, die auf mehrere Ursachen des Populationswachstums abzielen (z.B. die Reduzierung der Geburten in der freilebenden Hundepopulation, das Aussetzen von Hunden und das Freilaufen lassen von Hunden), am effektivsten sind, um die Populationsgröße wirklich zu reduzieren. Zudem sind diese Methoden kostengünstig und tragen zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Hunde bei. Aufmerksamkeitskampagnen zur verantwortungsvollen Hundehaltung in Kombination mit Kastrationen, die regelmäßig durchgeführt werden und einen hohen Anteil der Hundeanzahl (> 70%) abdecken, wird auf lange Sicht am effektivsten und effizientesten sein. Es ist auch wichtig, die Einstellung der Öffentlichkeit zu freilebenden Hunden und Hundebesitzpraktiken zu berücksichtigen und zu verbessern, um die Maßnahmen zum Streuner Populationsmangement angemessen anzupassen.

Kastration und verantwortungsvolle Hundehaltung haben den größten Einfluss

Die humane Reduzierung der Anzahl freilebender Hunde durch CNVR-Kampagnen (Einfangen – Kastrieren - Impfen – Freilassen) in Verbindung mit Aufklärung über die verantwortungsvolle Haltung von Haustieren stellen zusammen die effektivste, effizienteste und nachhaltigste Technik dar, um die Größe der freilebenden Hundepopulation zu verringern.

Warum Massentötung und Tierheime keine effektiven und nachhaltigen Lösungen sind 

Das Entfernen von freilebenden Hunden von den Straßen entweder durch Massentötung oder durchs Verbringen in Tierheime löst nicht die Ursache der Überpopulation. Durch das Entfernen entsteht ein kurzzeitiges “Vakuum” in der Population, das aber schon nach kurzer Zeit wieder von anderen Tieren aufgefüllt wird, entweder durch Geburten, Migration anderer Hunde aus benachbarten Gebieten oder durch das Aussetzen von weiteren Tieren.

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