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Streunerhilfe in Kambodscha

11.10.2018

VIER PFOTEN bietet im "Königreich der Wunder" lebensrettende Hilfe für Hunde und Katzen

VIER PFOTEN hat sich mit der lokalen Hilfsorganisation Animal Rescue Cambodia zusammengetan, um die furchtbare Situation für streunende Katzen und Hunde in der Hauptstadt Phnom Penh zu verbessern. Obwohl Kambodscha für seine magischen Tempel und seine exotische Küche bekannt ist, bleibt Kambodscha eines der ärmsten Länder in Asien, in denen es nicht auch nur ansatzweise Tierschutzgesetze gibt, die Heimtiere schützen. Tollwut stellt auch eine bedeutende Bedrohung im Land dar. Ihr fallen jährlich 800 Menschen pro Jahr zum Opfer.

Leiden in buddhistischen Tempeln 

Überall in Südostasien gibt es einen allgemeinen Irrglauben, dass Tiere bei buddhistischen Tempeln (in Kambodscha “Pagoden” genannt) zurückgelassen werden können, weil sie dort von den Mönchen versorgt werden. Zwar werden die Tiere mit ein bisschen Reis oder anderem übrig gebliebenen Essensresten versorgt, dennoch sterben die meisten an Unterernährung und Krankheiten. Unerwünschte Kätzchen werden oft in ein erbärmliches Leben an den Pagoden hineingeboren. Ein Großteil dieses Leidens könnte durch eine einfache Aufklärung der Menschen vor Ort verhindert werden, da es an Wissen mangelt, wie sie diese Tiere versorgen sollen. 

Erstaunlich: vorher und nachher Aufnahmen des kleinen James, der gerade noch rechtzeitig gefunden wurde!

Kambodschas florierender Hunde- und Katzenfleischhandel

Angetrieben von der Armut und dem Glauben, dass Hundefleisch medizinische Eigenschaften hat, wächst der Handel mit Hunde- und Katzenfleisch im ganzen Land. Hunde und Katzen, die an den Tempeln leben, werden häufig Opfer des Handels, der mit unvorstellbarem Leid verbunden ist. Gestohlene Tiere, viele von ihnen sind ehemalige Haustiere, werden in Käfigen oder Säcken transportiert, in denen sie getötet werden, oft durch Ertrinken. Fleisch von Hunden und Katzen wird unter den Namen "special meat" an Ständen am Straßenrand verkauft. Die Beliebtheit dessen wächst in ganz Kambodscha, insbesondere bei Touristen, die das Land besuchen. Der Handel mit Hundefleisch ist angesichts der hohen Tollwutverbreitung im Land äußerst gefährlich für die Gesundheit der Öffentlichekit.

Gemeinden stärken

VIER PFOTEN will mit Hilfe von Partnerschaften die Gemeinden dahingehend stärken, dass sie Tierschutzprobleme selbst zu lösen. Das Programm bietet dringend benötigte Rettungs-, Behandlungs- und Kastrationsunterstützung, um das unnötige Leid der gefährdeten Tempeltiere zu verhindern. Das Engagement der Gemeinschaft ist ein weiterer Schlüssel, um die Betreuung dieser Tiere zu verbessern und gleichzeit das Aussetzen von Tieren zu reduzieren. Ein Trainingsprogramm wird entwickelt, um Mönchen, Nonnen und lokalen Betreuern in den Projekt-Pagoden zu helfen, sich besser um die Tier kümmern zu können. Durch wirksame Verfahren wie Kastration und Aufklärung der Gemeinde hoffen wir, die Anzahl der Tiere, die dem schrecklichen Hundefleischhandel zum Opfer fallen, zu reduzieren.

Weitere Informationen über unsere Partnerorganisation finden Sie auf Animal Rescue Cambodia.

VIER PFOTEN im Einsatz in Asien

Um diesen schrecklichen Hundefleischhandel zu stoppen, ist VIER PFOTEN Mitglied in mehreren Hundefleisch-Koalitionen in Vietnam und Indonesien. Außerdem sind wir Teil von Programmen in ganz Südostasien, um den Tierschutz zu fördern, lokale Wohltätigkeitsorganisationen zu unterstützen und die regionalen Kapazitäten zur Bekämpfung dieses Handels zu verbessern.

Asia Canine Protection Alliance

Schätzungsweise 5 Millionen Hunde und über 1 Million Katzen werden jedes Jahr in Vietnam Opfer des Hunde- und Katzenfleischhandels. Die Asia Canine Protection Alliance ist ein internationales Bündnis von Tierschutzorganisationen, die sich dafür einsetzen, den illegalen Handel mit Hunden in Vietnam zu beenden, der dazu bestimmt ist, Restaurants und Märkte im ganzen Land zu versorgen. Die ACPA arbeitet daran, kooperative Beziehungen mit den Regierungen in ganz Südostasien aufzubauen, wo der Handel mit Hundefleisch vorherrscht. Die ACPA hat bereits ein Moratorium für den Handel mit Hunden zwischen Thailand und Vietnam sichern können. Zudem hat das vietnamesische Amt für Tiergesundheit einen Erlass herausgegeben, um den illegalen Import von Hunden zu stoppen.

Dog Meat Free Indonesia Coalition

Jedes Jahr werden in Indonesien Millionen von Hunden brutal eingefangen und für den Hundefleischhandel durch das ganze Land transportiert. Die Mehrheit sind gestohlene Familientiere, die illegal zu Schlachthöfen und Märkten transportiert werden. Ihre Beine und Mäuler sind oft so fest gebunden, dass die Tiere sich nicht bewegen oder atmen können. So werden sie auf extrem langen Fahrten durch das ganze Land transportiert, um die lokalen Märkte zu versorgen. VIER PFOTEN und die Dog Meat Free Indonesien Koalition fordert den indonesischen Präsidenten Widodo auf, Katzen und Hunde vor der Grausamkeit dieses Handels zu schützen.

Petition Hundefleisch

Stoppt Hundefleisch-Handel in Indonesien!

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