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Tierische Inhaltsstoffe

Albumin, Karmin, Pepsin & Co – was sich hinter den oft rätselhaften Zutaten verbirgt

3.8.2017

Kein Wunder, dass wir bei dem übergroßen Produktangebot im Supermarkt leicht den Überblick verlieren. Aber fragen Sie sich nicht auch manchmal, welche Inhaltsstoffe in Produkten enthalten sind – und was wir da eigentlich tagtäglich essen? Tierische Inhaltsstoffe sind – insbesondere in Fertiggerichten – meist ein fester Bestandteil der Zutatenliste. Leider ist es aber nicht ganz so einfach, sie auch auf Anhieb zu erkennen. Fremdwörter oder chemische Fachbegriffe erschweren das Verständnis des Etiketts. Wer sich tierfreundlich ernähren will, muss also genau hinschauen.

Zu vielen dieser Nahrungsmitteln gibt es eine vegane Alternative. Im Zweifelsfall sollte man Fertiggerichte mit undurchsichtigen Zutaten jedoch lieber ganz vermeiden. Unabhängig von der Ernährungsweise gilt: Je natürlicher die Zutaten, desto besser sind sie – für uns und auch für die Tiere! Damit Sie die Inhaltsstoffe auf Produkten künftig schneller einordnen können, haben wir Ihnen die häufigsten in einer Übersicht zusammengestellt.

 
Inhaltsstoff Was es ist: Wo Sie es finden:
Albumin Ein Eiweiß, das in Milch, Eiern, Fleisch, Fisch, Kartoffeln und Hülsenfrüchten vorkommt Verarbeitete Lebensmittel
Anchovies (Sardellen) Kleiner, silberner Fisch Caesar Salat Dressing,
Cocktail Sauce
Casein (Kasein) Milch-Protein Milchprodukte und einige Käsesorten auf Sojabasis
Gelatine Gelier- und Verdickungsmittel aus tierischem Kollagen, gewonnen aus Haut, Sehnen, Knochen verschiedener Tierarten  Joghurt, Müsli, Süßigkeiten, Dessert, Kuchen
Hausenblasen Getrocknete Schwimmblase des Hausen (Störart) Wein, Bier, einige gelierte Desserts

Karmin (Karmoisin, Karmesin)
Organischer roter Farbstoff, der aus weiblichen Schildläusen gewonnen wird. Zu beachten: Nicht alle Lebensmittel, die Karmin beinhalten, weisen darauf hin. Fruchtsäfte, farbige Nudeln, einige Süßigkeiten, gefärbtes Wassereis
Lactic Acid
(Milchsäure)
Entsteht, wenn stärke- und zuckerhaltige Lebensmittel durch Mikroorganismen fermentiert werden (Glykolyse). Ausgangsprodukte können Tierprodukte sein, aber auch pflanzliche Rohstoffe. Margarine
Schmalz  Schlachtfett von Tieren (hauptsächlich von Schweinen und Gänsen) Backwaren, Bohnen in der Dose
Lecithin (Lebensmittelfarbstoff 
E 322)
Bestandteile der Zellmembran tierischer und pflanzlicher Lebewesen, hauptsächlich gewonnen aus Eiern, Nervengewebe, Blut, Milch und Sojabohnen Müsli, Süßigkeiten, Schokolade, Margarine, Backwaren
Lutein (Lebensmittelfarbstoff 
E 161b)
Gelber Farbstoff, der in tierischen Organismen (z.B. in Eidotter) auftritt, hauptsächlich auch in Blattgemüse oder Ringelblume Lebensmittelfarbstoff
Ölsäure (Oleic acid)   Synthetische Butter, Käse, pflanzliches Fett und Öle, Süßigkeiten, Eis, Getränke, Gewürze
Pepsin Verdauungsenzym, gewonnen aus Mägen von Kälbern, Schafen, Schweinen Käse
Stearic acid (Stearinsäure) Gewonnen aus pflanzlichen und tierischen Ölen und Fetten Vanille-Extrakt, Backwaren, Getränke, Süßigkeiten
Rindernierenfett (Kernfett) Schlachtfett, das aus dem die Nieren umgebenden Fettgewebe gewonnen wird Margarine, Hackfleisch, Gebäck
Talg Gewonnenes Fett von Wiederkäuern (Rindern, Schafen), Schweinen und Gänsen Margarine
 Molke Flüssigkeit, die bei der Käseherstellung entsteht Kracker, Brot, Kuchen, verarbeitete Lebensmittel

 

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