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© VIER PFOTEN | Clemens Schneider

Karneval: Kein Spaß für Tiere

13.2.2019

VIER PFOTEN gibt Tipps, worauf Tierhalter achten sollten.

Die ausgelassene Stimmung an den närrischen Tagen bedeutet für Heimtiere häufig Stress
Laut British Small Animal Veterinary Association (BSAVA) gehören laute Geräusche zu den häufigsten Stressauslösern bei Hunden. Unsere Vierbeiner können eine Frequenz von 15. - 50.000 Hertz vernehmen. Damit hören sie selbst tiefe Infraschall- und extrem hohe Ultraschall-Töne, die für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar sind. Diese Spannbreite macht deutlich, warum Hunde auf die Geräuschkulisse des ausgelassenen Karnevals häufig gestresst reagieren.

Auch könnte das Tier in der Menschenansammlung versehentlich getreten werden und vor Schreck oder Schmerz zuschnappen. Ebenso besteht die Gefahr, dass der Hund Süßigkeiten vom Boden aufnimmt und Magenbeschwerden bekommt.

VIER PFOTEN rät: Nehmen Sie daher Ihren Hund keinesfalls mit zu einem Karnevalsumzug!

Kostüm verhindert tiergerechte Kommunikation
Leider gibt es neben anderem unsinnigen Zubehör für Heimtiere inzwischen sogar Kostüme für Hunde. Wir raten dringend davon ab, Hunde oder andere Tiere zu verkleiden. Dies schränkt nicht nur ihre Bewegungsfreiheit ein, sondern verhindert auch die Kommunikation mit Artgenossen. Eine solche Vermenschlichung macht den Tieren keinen Spaß und sicher auch nicht dem bewussten Tierfreund.

Hautbeschwerden durch Hundebekleidung
Hundebekleidung kann laut Tierärzten zu  Hautbeschwerden führen, da die Materialien an der Haut der Tiere reiben können. Am häufigsten reagiert die Hundehaut in Form der sogenannten atopischen Dermatitis, einer Hauterkrankung, die durch allergische Reaktionen ausgelöst werden kann. Welche Stoffe die Reizung verursachen, sei laut Medicine News schwer zu sagen.

Die Vermenschlichung des Tieres durch absurde Kostümierung ist darüber hinaus nicht artgemäß.

VIER PFOTEN TIPP

Heimtierhalter sollten ihren Tieren während des närrischen Treibens Ausweichmöglichkeiten bieten oder sie in ruhigen Räumen mit geschlossenen Fenstern unterbringen und dafür sorgen, dass sie nicht alleine sind.