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Großpapageien brauchen Freiheit

19.11.2017

Ratgeber für Tierhalter: Kakadu, Graupapagei & Co sind keine Haustiere – sie brauchen zu viel Bewegungsraum

VIER PFOTEN rät sehr stark von der Anschaffung von Großpapageien wie Kakadus, Graupapageien und Amazonen ab! Eine artgemäße Unterbringung dieser intelligenten und aktiven Vögel ist kaum möglich, da ihnen der benötigte Bewegungsraum nicht geboten werden kann. Hier erhalten Sie wichtige Basisinformationen, die man unbedingt beachten sollte, wenn Großpapageien bereits angeschafft wurden. Sie ersetzen aber in keinem Fall das Studieren von Fachliteratur. 

lebenserwartung von Papageien

  • Graupapageien: 40 bis 50 Jahre
  • Amazonen: 40 bis 50 Jahre
  • Kakadus: über 30 Jahre
  • Jeweilige Altersrekorde werden in der Literatur mit 70 bis 80 Jahren angegeben

Haltung von Papageien

  • Erkundigen Sie sich genau über die gesetzlichen Vorgaben zum Erwerb und zur Haltung Ihrer Papageienart: Relevant sind das Bundesnaturschutzgesetz, die Bundesartenschutzverordnung und die Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien.
  • Papageien sind hochsoziale Tiere, die niemals einzeln gehalten werden dürfen! Der Mensch oder ein artfremder Papagei kann den artgleichen Partner nicht ersetzen. 
  • Papageien brauchen sehr viel Platz. Für zwei Tiere sollte die Voliere Mindestmaße von 200 mal 100 mal 200 Zentimetern (Breite mal Tiefe mal Höhe) aufweisen. Bei dieser Volierengröße benötigen die Vögel täglichen Freiflug, die Voliere dient vor allem als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit. Angestrebt ist eine Außenvoliere mit einer Grundfläche ab zwölf Quadratmetern.
  • Großpapageien sind starke Nager, für den Bau der Voliere sollte daher ausschließlich Metall (optimalerweise Edelstahl) verwendet werden. Kunststoffbeschichtungen sind ungeeignet, da sie von den Vögeln abgeknabbert und so kleine Plastikteile verschluckt werden können. Auch das Abnagen und Aufnehmen von Teilen einer Lackbeschichtung oder einer Zinklegierung (insbesondere bei Tauchverzinkung entstehen sogenannte „Zinknasen“, die leicht abgeknabbert werden können) kann zu Unverträglichkeitssymptomen und Vergiftungen bei den Vögeln führen.
  • Die Voliere sollte nicht von allen Seiten zugänglich sein, damit die Tiere eine Rückzugsmöglichkeit haben.
  • Die Vögel fühlen sich bei Temperaturen von 18 bis 25 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent am wohlsten. Zugluft, plötzliche Temperaturschwankungen, Zigarettenrauch und Kochdunst sollten in Nähe der Voliere vermieden werden. Die Haltung in der Küche ist generell abzulehnen. Von beschichtetem, überhitztem Kochgeschirr freigesetztes Teflon ist hochtoxisch für Vögel!
  • Außenvolieren benötigen einen frostsicheren Schutzaum mit einer Mindesttemperatur von zehn Grad Celsius.
  • Als Nagematerial beziehungsweise Spielzeug sollten ausschließlich Naturmaterialien verwendet werden (Naturzweige, Blattwerk und Knospen, Korkrinde und Holz; geeignet sind sämtliche Obstgehölze, Hasel, Walnuss, Linde, Pappel, Kastanie, Holunder, Platane, Eberesche). Eine Nagemöglichkeit und ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten müssen immer zur Verfügung stehen. 
  • Die Vögel sollten täglich mit Hilfe eines Zerstäubers mit lauwarmem Wasser abgeduscht werden. In großen Volieren ist eine Beregnungsanlage zu empfehlen. 
  • Jede Papageienart benötigt für ihr Wohlbefinden eine speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Nahrung. Infomieren Sie sich ausführlich über eine artgemäße Futterzusammenstellung und Fütterungsweise Ihrer Vögel. 
  • Tierschutzwidriges Zubehör: kunststoffüberzogene oder lackierte Käfiggitter, Sitzgelegenheiten aus Plastik, Hartholzsitzstangen, Sitzstangenüberzüge der Bodenbeläge aus Sandpapier oder mit Akariziden präparierte Sitzstangenüberzüge, Plastikvögel oder Spiegel als Partnerersatz, Nistwatte, Geschirre, Ketten, Leinen, Freisitze mit Ankettung, Spielzeuge oder Seile, an denen sich die Vögel verfangen können oder Kleinteile/Fasern abnagen und verschlucken können – all dieses Zubehör ist ungeeignet, dasselbe gilt für lackiertes oder eingefärbtes Holzspielzeug.

Haltung

  1. Erkundigen Sie sich genau über die gesetzlichen Vorgaben zum Erwerb und zur Haltung Ihrer Papageienart:  Bundesnaturschutzgesetz, Bundesartenschutzverordnung, Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien.
  2. Papageien sind hochsoziale Tiere, die niemals einzeln gehalten werden dürfen! Der Mensch oder ein artfremder Papagei kann den artgleichen Partner nicht ersetzen. 
  3. Papageien brauchen sehr viel Platz. Für zwei Tiere sollte die Voliere Mindestmasse von 200 mal 100 mal 200 Zentimetern (BxTxH) aufweisen. Bei dieser Volierengrösse benötigen die Vögel täglichen Freiflug, die Voliere dient v. a. als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit. Angestrebt ist eine Aussenvoliere mit einer
    Grundfläche ab zwölf Quadratmetern.
  4. Grosspapageien sind starke Nager, für den Bau der
    Voliere sollte daher ausschliesslich Metall (optimalerweise Edelstahl) verwendet werden. Kunststoffbeschichtungen sind ungeeignet, da sie von den Vögeln abgeknabbert und so kleine Plastikteile verschluckt werden können. Auch das Abnagen und Aufnehmen von Teilen einer Lackbeschichtung oder einer Zinklegierung (insbesondere bei Tauchverzinkung entstehen sog. „Zinknasen“, die leicht abgeknabbert werden können) kann zu Unverträglichkeitssymptomen und Vergiftungen bei den Vögeln führen.
  5. Die Voliere sollte nicht von allen Seiten zugänglich sein, damit die Tiere eine Rückzugsmöglichkeit haben.
  6. Die Vögel fühlen sich bei Temperaturen von 18 bis 25 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent am wohlsten. Zugluft, plötzliche Temperaturschwankungen, Zigarettenrauch und Kochdunst sollten in Nähe der Voliere vermieden werden.
    Die Haltung in der Küche ist generell abzulehnen; von beschichtetem, überhitztem Kochgeschirr freigesetztes Teflon ist hochtoxisch für Vögel!
  7. Aussenvolieren benötigen einen frostsicheren Schutzaum mit einer Mindesttemperatur von zehn Grad Celsius.
  8. Als Nagematerial bzw. Spielzeug ausschliesslich Naturmaterialien verwenden (Naturzweige, Blattwerk und Knospen, Korkrinde und Holz; geeignet sind sämtliche Obstgehölze, Hasel, Walnuss, Linde,
    Pappel, Kastanie, Holunder, Platane, Eberesche). Eine Nademöglichkeit und ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten müssen immer zur Verfügung stehen. 
  9. Die Vögel sollten täglich mithilfe eines Zerstäubers mit lauwarmem Wasser abgeduscht werden; in grossen Volieren ist eine Beregnungsanlage zu empfehlen. 
  10. Jede Papageienart benötigt fürs Wohlbefinden eine speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Nahrung. Infomieren Sie sich ausführlich über eine artgemässe Futterzusammenstellung und Fütterungsweise Ihrer Vögel. 
  11. Tierschutzwidriges Zubehör:
    kunststoffüberzogene der lackierte Käfiggitter, Sitzgelegenheiten aus Plastik, Hartholzsitzstangen, Sitzstangenüberzüge der Bodenbeläge aus Sandpapier oder mit Akarizien präparierte Sitzstangenüberzüge, Plastikvögel der Spiegel als Partnerersatz, Nistwatte, Geschirre, Ketten, Leinen, Freisitze mit Ankettung, Spielzeuge oder Seile, an denen sich die Vögel verfangen können oder Kleinteile/Fasern abnagen und verschlucken können sind ungeeignet. Genauso wie lackiertes oder eingefärbtes Holzspielzeug.

Infos rund um die Haltung von Papageien finden Sie in unserem Ratgeber, den Sie hier herunterladen können: