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Diabetes: Hund UND Katze auch betroffen

14.7.2016

Ratgeber für Tierfreunde: Wie Sie Diabetes beim Hund oder bei der Katze erkennen

In Deutschland leiden rund 40.000 Hunde und Katzen an Diabetes. Da diese Stoffwechselerkrankung unbehandelt schwere gesundheitliche Schäden verursacht, ist es wichtig, dass Tierhalter die Anzeichen frühzeitig erkennen.

Symptome von Diabetes bei Hunden und Katzen

Erste Symptome einer Diabeteserkrankung sind

  • Gewichtszunahme
  • gesteigerter Durst
  • vermehrter Harnabsatz
  • Heißhunger


Bei Hunden kann eine plötzliche Trübung der Augen auftreten – bei Katzen kommt das nur sehr selten vor. Oft fällt dem Tierhalter „Unsauberkeit“ auf – das Tier setzt Harn im Haus ab. Das kann zum einen an der großen Menge an produziertem Harn liegen. Zum anderen kann aber auch eine Blasenentzündung, eine der häufigsten Begleiterkrankungen bei Diabetes, dahinter stecken.

Ursachen für Diabetes bei Heimtieren

Ursachen für Diabetes sind in erster Linie Übergewicht und eine ungesunde Ernährung. Vor allem fettreiche Kost und zu viele, zu schnell verfügbare Kohlehydrate wirken sehr schädlich. Kortisongaben über einen längeren Zeitraum, Depotpräparate von Kortison oder Progestagenen, welche zur Unterdrückung der Läufigkeit beziehungsweise Rolligkeit oder zur Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt werden, können ebenso Diabetes auslösen. Sobald die Vergabe dieser Medikamente ausgesetzt wird, ist meist auch die Diabetes-Erkrankung ausgestanden. Bei Hündinnen können auch Sexualhormone verantwortlich sein. Hier hilft die Kastration. Außerdem sind, besonders bei Katzen, Bauchspeicheldrüsenentzündungen oft Auslöser von Diabetes.

Regelmäßige Bewegung kann schützen

Die Behandlung eines diabeteskranken Tieres muss meist lebenslänglich erfolgen und fordert auch eine gewisse Anpassung im Lebensstil. Im Allgemeinen lässt sich Diabetes durch Insulinspritzen, eine angemessene Ernährung sowie regelmäßige Bewegung gut kontrollieren. Bei Katzen ist es oft schwieriger, diese Anforderungen umzusetzen, da sie Änderungen in der Fütterung nicht immer akzeptieren. Gerade bei Diabetes ist eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt unbedingt notwendig – lassen Sie sich ausführlich beraten!