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Demenz bei Hunden und Katzen

13.2.2019

Ratgeber für Tierfreunde: So erkennen Sie Demenz bei Katzen und Hunden

Unsere Heimtiere erreichen ein immer höheres Lebensalter. Leider steigt mit ihrem Alter auch das Risiko, an kognitiver Dysfunktion, auch Demenz genannt, zu erkranken. Das altersbedingte Schwinden der kognitiven Fähigkeiten betrifft das Erinnerungsvermögen, die Lernfähigkeit, Auffassungsgabe und Aufmerksamkeit. Dies hat starke Auswirkungen auf das Verhalten des Tieres und führt zu neuen Herausforderungen im Alltag.

Symptome von Demenz bei Hunden und Katzen

Typische Anzeichen einer beginnenden Demenz bei Haustieren sind:

  • verändertes Lern- und Erinnerungsvermögen
  • Verlust der Stubenreinheit
  • verändertes Verhalten gegenüber dem Halter und anderen Tieren
  • räumliche und zeitliche Desorientiertheit
  • Veränderungen der Schlafgewohnheiten
  • nächtliches Aufwachen
  • Rastlosigkeit oder Nervosität
  • veränderter Appetit
  • Veränderung des Putzverhaltens
  • Verminderung der Reaktion auf Ansprache
  • Veränderung der Aktivität

Schmerzen können jedoch ebenfalls Ursache für Verhaltensänderungen sein. Um Demenz sicher diagnostizieren zu können, ist es wichtig, andere krankhafte Ursachen für die Verhaltensänderungen bei den Tieren durch einen Tierarzt auszuschließen. Steht die Diagnose fest, muss der Tierhalter darauf achten, tägliche Routinen strikt einzuhalten und die Umgebung konstant und sicher für sein Tier zu gestalten.

Leider ist eine Demenz nicht heilbar. Aber Tierhalter können vorbeugend einiges tun, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Diäten mit Antioxidantien und ein abwechslungsreicher Alltag mit Beschäftigung, Kontakt zu Artgenossen, hundegerechtem Training und spannenden Spaziergängen können der Krankheit vorbeugen.

DEMENZ: Checkliste für Tierhalter

  • Achten Sie auch bei älteren Hunden auf mentale Stimulation durch interessante Beschäftigungsideen, Nasenarbeit, Intelligenzspiele und Abenteuerspaziergänge, um einer Demenzerkrankung vorzubeugen.  
  • Reichern Sie das Futter Ihres Tieres mit wichtigen Stoffen wie Antioxidantien und essentiellen Fetten an, aber grundsätzlich nur mit der Unterstützung des Tierarztes.  
  • Wenn Ihr Tier Verhaltensveränderungen zeigt, suchen Sie umgehend den Tierarzt auf. Ihr Tierarzt kann feststellen, ob die Verhaltensänderung aufgrund einer Krankheit oder einer Demenz besteht.  
  • Wird die Entwicklung einer Demenz früh erkannt, können präventive Maßnahmen wie eine angereicherte Nahrung und veränderte Umweltreize eingesetzt werden, jedoch nur langsam und schrittweise.  
  • Besprechen Sie die medikamentöse Behandlung mit Ihrem Tierarzt.  
  • Wenn sich die Zustände verschlechtern, reduzieren Sie alle Veränderungen auf ein Minimum und sorgen Sie für eine gleichbleibende Umgebung, in der sich Ihr Tier sicher fühlt. 

Alle wichtigen Infos zum Thema Demenz bei Haustieren können Sie hier kostenlos herunterladen: