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Welttollwuttag 28. September 2019 

25.9.2019

VIER PFOTEN warnt: Tollwutrisiko durch illegalen Welpenhandel

Hamburg, 25. September 2019– Am 28. September ist Welttollwuttag. Noch immer sterben jährlich fast 60.000 Menschen laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit an Tollwut. Hunde gelten dabei als Hauptüberträger dieser Infektion. 99 Prozent der menschlichen Tollwutinfektionen werden von ihnen übertragen. Deutschland gilt zwar seit 2008 als tollwutfrei. Über den illegalen Tierhandel kommen jedoch auch viele Hunde ins Land, deren Herkunftsländer nicht tollwutfrei sind. Um die Ausbreitung von Tollwut und die Ansteckungsgefahr durch diese Viruskrankheit zu verhindern und damit auch Mensch und Tier vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen, muss insbesondere der illegale Handel von Hunden beendet werden. Denn durch diesen Handel besteht stets die Gefahr, dass die lebensbedrohliche Krankheit wieder nach Deutschland gebracht wird. VIER PFOTEN fordert bereits seit Jahren von der Regierung, endlich effektive Gesetze gegen den illegalen Welpenhandel zu verabschieden.  

„Weltweit sterben noch immer viele Tiere und Menschen an Tollwut. In Deutschland fühlen wir uns sehr sicher. Tatsächlich ist die Gefahr aber solange präsent, bis der illegale Tierhandel beendet ist. Deshalb muss es von Seiten der Bundesregierung wirksame Regelungen und Gesetze geben, die diesen grausamen Handel mit fühlenden Wesen ein für alle Mal stoppen.“

Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN

Das Leid der Tiere, die dem illegalen Welpenhandel zum Opfer fallen, ist immens. Die Tiere werden unter grausamen Bedingungen meist im europäischen Ausland billig produziert, damit das Geschäft so lukrativ wie möglich ist. Die Hundebabys werden in dreckigen Verschlägen und Kellern geboren, bekommen keine Impfungen oder medizinische Behandlung und werden nicht sozialisiert. Die erkrankten Welpen können gefährliche und hochansteckende Krankheiten wie Staupe, Parvovirose oder Giardien und im schlimmsten Fall Tollwut an ihre neuen Besitzer oder andere Tiere übertragen. Das kann zu einem qualvollen Tod bei den Erkrankten führen.

VIER PFOTEN Modelllösung gegen den Illegalen Welpenhandel

Nur eine vollständige Rückverfolgbarkeit der Haustiere sowie ihrer Verkäufer kann den illegalen Welpenhandel eindämmen. Dadurch könnten kranke oder illegal importierte Welpen durch Strafverfolgungsbehörden eindeutig einem bestimmten Zucht- oder Verkaufsbetrieb zugeordnet werden. Die VIER PFOTEN Modelllösung setzt auf vollständige Transparenz bei Käufen und Verkäufen von Heimtieren beim Online-Handel. VIER PFOTEN fordert daher eine verpflichtende Identitätsprüfung durch die Online-Plattformen und eine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht aller Hunde und Katzen. Die VIER PFOTEN Modelllösung wird von Tierärzten, Tierschutzorganisationen, Kleinanzeigen-Plattformen, Datenbank- und Datenschutzexperten, seriösen Zuchtverbänden und Wissenschaftlern unterstützt.

Gemeinsam für eine Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen für Deutschland

Bei einer Fachkonferenz am 6. November in Berlin diskutieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Tierschutzorganisationen über dieDringlichkeit der Einführung einer bundesweiten Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung (K&R) von Hunden und Katzen. Außerdem stellt VIER PFOTEN gemeinsam mit dem Netzwerk K&R das Konzept des Registerverbunds mit der erweiterten Modelllösung vor. Damit könnte der illegale Welpenhandel der Vergangenheit angehören und damit auch Mensch und Tier vor der lebensbedrohlichen Tollwut schützen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/heimtiere/illegaler-welpenhandel

Maike Kant

Teamleitung Presse

presse-d@vier-pfoten.org

+49 40 399 249-81

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg

VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete Organisation hat das Ziel, Tieren in Not mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten zu helfen. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunden und -katzen, Nutz-, Heim- und Wildtieren wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.

www.vier-pfoten.de