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VIER PFOTEN fordert Katzenschutzverordnung in der Samtgemeinde Steimbke

8.6.2017

Rodewald (Lkr. Nienburg/Weser), 8. Juni 2017 – Um das Leiden der Streunerkatzen in der Samtgemeinde Steimbke nachhaltig zu reduzieren, haben die Stiftung VIER PFOTEN und der örtliche Tierschutzverein „Glückskatzen - Tierhilfe in Rodewald“ jetzt einen Antrag eingereicht. Die Tierschützer fordern eine behördliche Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hauskatzen mit Freigang. Dann würden die Freigänger nicht länger zur stetig wachsenden Streunerpopulation beitragen.

VIER PFOTEN bittet um Mithilfe der Bevölkerung
Sollte die Samtgemeinde Steimbke dem Antrag zustimmen, wird VIER PFOTEN gemeinsam mit dem Verein "Glückskatzen - Tierhilfe in Rodewald" eine Kastrationsaktion vorbereiten. Dafür benötigen die Tierschützer konkrete Zahlen zur Population der Streunerkatzen und bitten schon jetzt um die Mithilfe der Bevölkerung: Wer kennt die Aufenthaltsorte oder Verstecke der streunenden Katzen, und wie groß sind die Populationen etwa?

„Wenn Sie einen Hof, einen Parkplatz oder ein Waldgebiet kennen, in dem viele Streunerkatzen leben, melden Sie sich bitte bei uns. Dann können wir so früh wie möglich mit den Planungen anfangen. Wir sind optimistisch, dass die Samtgemeinde unserem Antrag zustimmen wird.“

Sarah Ross, Heimtierexpertin von VIER PFOTEN

Unter der Telefonnummer 01525-1592772 oder der E-Mail-Adresse post@glueckskatzen-rodewald.de werden alle Hinweise zu den Aufenthalten der Streuner vertraulich aufgenommen.

In Rodewald leben Hunderte Streunerkatzen
Sie leiden an Hunger, Parasiten und unbehandelten Infektionskrankheiten wie Leukose, FIP (Bauchfellentzündung) und FIV (Katzen-Aids). Die meisten Streunerkatzen sterben jung: Nur vier Jahre alt wird eine wildlebende Katze im Durchschnitt, Wohnungskatzen dagegen zwischen 12 bis 14 Jahren.

Warum gibt es so viele Streunerkatzen?
Eine Katzenpopulation entsteht nicht über Nacht. Streunerkatzen paaren sich mit Hauskatzen mit Freigang und vergrößern so über die Zeit die Population. Besonders in ländlichen Gebieten mit Bauernhöfen sind große Katzengruppen anzutreffen. Jede unkastrierte Hauskatze mit Freigang trägt zum Wachstum der Streunerpopulation bei. Da Katzen bereits mit vier bis fünf Monaten geschlechtsreif werden und pro Jahr zwei Würfe mit mindestens drei Kätzchen großziehen können, wird die Situation stetig schlimmer.

Bundesweite Lösung in weiter Ferne
VIER PFOTEN fordert und unterstützt die Einführung einer bundesweiten Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Hauskatzen. Die Stiftung ist im Gespräch mit Politikern des Bundesministeriums für Landwirtschaft. Eine bundesweite gesetzliche Regelung scheint jedoch noch in weiter Ferne zu liegen. Bis es soweit ist, arbeitet VIER PFOTEN zusätzlich intensiv auf lokaler Ebene. Über 350 Städte und Gemeinden haben bereits eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen erlassen.
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Druckfähige Fotos von Streunerkatzen in der Samtgemeinde Steimbke stellen wir Ihnen gerne honorarfrei zur Verfügung.
Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview mit Sarah Ross, Heimtierexpertin von VIER PFOTEN.

Weitere Informationen: http://www.vier-pfoten.de/projekte/streunerhilfe/sie-sind-ueberall

VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete Organisation hat das Ziel, Tieren in Not mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten zu helfen. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunden und -katzen, Nutz-, Heim- und Wildtieren wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.

www.vier-pfoten.de