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Welpenhandel: Ermittlungsverfahren gegen Kreis-Veterinäramt Siegen-Wittgenstein eingeleitet

25.4.2017

VIER PFOTEN begrüßt Fortschritt im Fall des Kreuztaler Hundehändlerrings

Kreuztal (NRW), 19. April 2017 – Die Staatsanwaltschaft Hagen hat in der vergangenen Woche ein Ermittlungsverfahren gegen das Kreis-Veterinäramt Siegen-Wittgenstein eingeleitet. Trotz diverser Anzeigen von Seiten betroffener Hundekäufer, hat die Behörde jahrelang nicht reagiert. Die Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN begrüßt, dass nun auch gegen die Behörde ermittelt wird. Bisher wurde gegen acht Personen ein Strafverfahren eingeleitet. Ihnen wird erwerbs- und bandenmäßiger Betrug in 30 bis 75 Fällen vorgeworfen. Seit Jahrzehnten handelten die Angeklagten mit Welpen aus Osteuropa, die sie unter falschen Angaben über das Internet als ihre eigenen inserierte und mit hohem Gewinn sowie falschen Stammbäumen und Papieren an ahnungslose Interessenten weiterverkaufte.
Im Dezember 2016 fand eine große Razzia der Polizei statt, bei der 105 verwahrloste Hunde sowie vier tote Tiere gefunden wurden. Monatelang hatte die speziell gegründete Soko der Kriminalpolizei Hagen die Täter zuvor observiert. Vier Personen wurden direkt in Untersuchungshaft genommen und die Hunde beschlagnahmt. Die entscheidende Information, die zur Durchsuchung des Geländes führte, kam von einem Beteiligten aus dem direkten Täterkreis, der sich nicht nur an die Polizei sondern auch an die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN gewandt hatte.

„Das eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen das zuständige Veterinäramt muss nun die ganze Wahrheit ans Licht bringen. Da es in der Verantwortung der Veterinärämter liegt, Hundezuchten zu kontrollieren, sind sie die erste Anlaufstelle, wenn es Beschwerden gibt. Nur in Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern kann man den illegalen Welpenhändlern das Handwerk legen."

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN

VIER PFOTEN im Einsatz gegen den illegalen Welpenhandel
VIER PFOTEN setzt sich seit Jahren gegen die Machenschaften der Welpenmafia ein. Mit Erfolg: Mittlerweile werden die Täter nicht nur mit Geld- sondern auch mit Haftstrafen belegt. Betroffene, die auf einen illegalen Welpenhändler hereingefallen sind oder etwas Verdächtiges beobachtet haben, können sich über www.stoppuppytraders.org bei VIER PFOTEN melden.

Tatort Internet
Der boomende Handel mit jungen Hunden ist ein ernstzunehmendes Problem, das nur durch eine strikte Regelung begrenzt werden kann. Da der illegale Verkauf mit Welpen und anderen Heimtieren vor allem über das Internet stattfindet, hat VIER PFOTEN eine Kampagne gestartet, um den Onlinehandel streng zu regulieren. Zusätzlich wird eine EU-weite einheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde gefordert. Mit einem entsprechenden Onlineprotest fordert VIER PFOTEN aktuell Plattformen wie eBay-Kleinanzeigen und Markt.de zum Handeln auf: www.petdeception.org.

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Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview mit VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Denise Schmidt.

Druckfähige Fotos sowie sendefähiges Videomaterial stellen wir Ihnen auf Anfrage gern zur Verfügung.

Plattform für Betroffene: www.stoppuppytrader.org

VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete Organisation hat das Ziel, Tieren in Not mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten zu helfen. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunden und -katzen, Nutz-, Heim- und Wildtieren wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.

www.vier-pfoten.de