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Schluss mit dem Affen-Zirkus

27.4.2017

Verwaltungsgericht Lüneburg erklärt angeordnete Abgabe von Zirkus-Schimpanse Robby für rechtmäßig

  • Die 2015 durch den Landkreis Celle angeordnete Abgabe des Menschenaffen wurde für rechtmäßig erklärt.
  • Schimpanse Robby wird seinen Lebensabend in einer Auffangstation mit anderen Artgenossen verbringen.
  • VIER PFOTEN begrüßt die Entscheidung als wichtiges Signal an die Bundesregierung, ein Wildtierverbot für Zirkusse zu beschließen.

Lüneburg, 27. April 2017 - Der Jubel auf Seiten der Tierschützer ist groß: Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat heute Vormittag geurteilt, dass die angeordnete Abgabe von Zirkus-Schimpanse Robby aus dem Circus Belly durch den Landkreis Celle rechtmäßig ist. Mit dem Urteil folgt das Gericht der Empfehlung der im Prozess beteiligten Gutachter. Laut den Gutachtern könne der etwa 40-jährige, von Hand aufgezogene Robby in einer spezialisierten Auffangstation mit anderen Schimpansen erfolgreich resozialisiert werden und seinen Lebensabend mit Artgenossen verbringen. Die niederländische Auffangstation AAP hat bereits angeboten, Robby aufzunehmen. VIER PFOTEN nimmt das Gerichtsurteil als Anlass, die Bundesregierung erneut aufzufordern, ein bundesweites Wildtierverbot im Zirkus zu beschließen.

"Die Abgabe von Robby muss Signalwirkung für die Bundesregierung haben. Robby wird seinen Lebensabend nun zwar artgemäß verbringen können, doch Hunderte Wildtiere warten weiter sehnlichst auf ein Wildtierverbot im Zirkus. Die CDU muss ihre Hinhaltetaktik diesbezüglich endlich beenden!"

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Deutschland

Bundesparteien mahnen Wildtierverbot an
Gleich drei Fraktionen haben sich Anfang April in punkto Wildtierverbot im Zirkus an die Bundesregierung gewandt. In einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen, in einem Antrag der Bundestagsfraktion der Linken und sogar aus den eigenen Reihen in Form einer Schriftlichen Anfrage eines CDU-Bundestagsmitglieds fragen die Fraktionen nach, wann sich die Bundesregierung zum nunmehr dritten Bundesratsbeschluss zum Verbot bestimmter wildlebender Tiere im Zirkus vom März 2016 äußern wird. Doch anstatt zu dem seit über einem Jahr vorliegenden Beschluss der Bundesländer Stellung zu beziehen, verweist die Bundesregierung auf einen langwierigen Prüfungsprozess, ohne zu sagen, wann der Prozess abgeschlossen sein wird.

"Nach 32 Jahren im Zirkus hat es Robby wirklich mehr als verdient, ein artgemäßes Leben zu führen. Die Trennung von Robby und Zirkusdirektor Köhler wird für beide Seiten zwar nicht einfach werden, doch für das Tier ist es die einzige Möglichkeit, endlich ein Privatleben und Artgenossen zu haben, zu klettern, zu baden und sich artgemäß zu bewegen."

Primatologin Dr. Signe Preuschoft:

Weitere Informationen zum "Fall Robby": http://www.vier-pfoten.de/themen/wildtiere/aktuell/archiv/schimpanse-robby-muss-zunaechst-im-circus-...

Druckfähige Fotos von Affe Robby im Zirkus: www.bit.ly/Robby_Foto
Druckfähige Fotos von Schimpansen in Freiheit: www.bit.ly/Schimpansen_Fotos
Sendefähiges Videomaterial von Affe Robby im Zirkus: www.bit.ly/Robby_Videos (1 GB)
Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview mit Primatologin Signe Preuschoft.

VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete Organisation hat das Ziel, Tieren in Not mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten zu helfen. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunden und -katzen, Nutz-, Heim- und Wildtieren wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.

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