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10. Oktober ist internationaler Welthundetag: 

8.10.2019

Expertennetzwerk fordert Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Hunden zur Bekämpfung des illegalen Welpenhandels 

Hamburg, 8. Oktober 2019 – Anlässlich des internationalen Welthundetages, der jedes Jahr am 10. Oktober stattfindet, macht das Netzwerk Kennzeichnung und Registrierung (K&R) auf das Problem des illegalen Welpenhandels aufmerksam, der über die Grenzen hinweg in Europa floriert. Zu dem Netzwerk gehören unter anderem VIER PFOTEN sowie weitere Tierschutzorganisationen und Landestierschutzbeauftragte. Gemeinsam machen sich die Mitglieder für eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht in Deutschland stark, die auch eine wirksame Maßnahme gegen den illegalen Welpenhandel wäre. Deshalb fordert das Netzwerk von der Bundesregierung, umgehend zu handeln und endlich eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen deutschlandweit einheitlich einzuführen.

„Noch immer gibt es in Europa verantwortungslose Züchter und Vermehrer, die Welpen unter grausamen Bedingungen produzieren, um sie dann möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Wir vom Netzwerk setzen uns deshalb für eine verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von allen Hunden ein, damit skrupellose Händler zukünftig identifiziert werden können und keine Möglichkeit mehr haben, den Strafverfolgungsbehörden zu entgehen. Tausenden von Welpen könnte damit ihr trauriges Schicksal erspart bleiben.“ 

Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche Heimtiere bei VIER PFOTEN Deutschland.

Illegaler Welpenhandel

Beim illegalen Welpenhandel werden die Tiere unter grausamen Bedingungen billig produziert, damit das Geschäft so lukrativ wie möglich ist. Die Hundebabys werden in dreckigen Verschlägen und Kellern geboren und bekommen weder Impfungen noch Zuneigung. Wenn die Welpen dann viel zu jung von ihren Müttern getrennt werden, sind viele krank und viel zu schwach, um die Reise quer durch Europa zu überleben. Viele von ihnen sterben bereits nach nur wenigen Tagen oder leiden ihr Leben lang an den Folgen der dramatischen Zustände, die sie in ihren ersten Lebenswochen erleiden mussten.

Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht

Das Netzwerk K&R fordert seit 2016 die Einführung einer bundesweit einheitlichen und verpflichtenden Kennzeichnung und Registrierung (K&R) von Hunden und Katzen. Mit der Rückverfolgbarkeit aller Halter könnte der illegale Welpenhandel, aber auch die unseriöse Zucht, bald der Vergangenheit angehören. Vernachlässigung von Tieren könnte sofort geahndet und die Halter von ausgesetzten Tieren könnten schnell ermittelt werden. Außerdem wird mit einer verpflichtenden Kennzeichnung und Registrierung das Seuchenrisiko, das von ungeimpften Hunden ausgeht, die auch aus dem illegalen Welpenhandel stammen, minimiert.

Zum Netzwerk K&R

Das Netzwerk „Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“ ist ein interdisziplinärer Arbeitskreis von Experten unter der Leitung des Landesbeauftragten für Tierschutz des Saarlandes, Dr. Hans-Friedrich Willimzik. Ziel ist die Einführung einer Rechtspflicht zur Kennzeichnung und Registrierung für Hunde und Katzen in Deutschland. Bislang ist Deutschland zusammen mit Finnland hierbei Schlusslicht in Europa. Die gravierenden Probleme, wie beispielsweise der illegale Welpenhandel, die stetige Zunahme von Straßenkatzen sowie überfüllte Tierheime, können nur mit einer stringenten europaweit und national harmonisierten vollständigen Rückverfolgbarkeit von Tierhaltern und Heimtieren gelöst werden.

Weitere Hintergrundinformationen zur Arbeit und den Mitgliedern des Netzwerks „K&R“ sind auf der Internetseite www.heimtierverantwortung.net  zu finden.

Weitere Informationen finden Sie unter:https://www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/heimtiere/kennzeichnungs-und-registrierungspflicht

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VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete Organisation hat das Ziel, Tieren in Not mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten zu helfen. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunden und -katzen, Nutz-, Heim- und Wildtieren wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.

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