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Weltkatzentag am 08.08:

8.8.2018

Bündnis „Pro Katze“ im Gespräch mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund

Hamburg, 08. August 2018 – Am heutigen Weltkatzentag trafen sich Vertreterinnen des Bündnisses „Pro Katze“ und des Deutschen Städte-und Gemeindebundes, um über den Erlass kommunaler Katzenschutzverordnungen als Instrument zur Bekämpfung des Katzenelendes in Deutschland zu sprechen. Gleichzeitig richtete sich das Bündnis direkt an 88 größere Städte mit dem schriftlichen Appell, aktiv für den Schutz der Katzen einzutreten.

Das Bündnis "Pro Katze", ein Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen TASSO e.V., VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz und Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., hat den Weltkatzentag am 08. August zum Anlass genommen, beim Deutschen Städte- und Gemeindebund für den flächendeckenden Erlass kommunaler Katzenschutzverordnungen zu werben.

Bei dem Gespräch wurde zunächst das Elend der rund zwei Millionen in Deutschland lebenden Streunerkatzen erörtert. Unterernährung, Krankheiten, Verletzungen und Kälte verursachen bei den Tieren oft erhebliche Leiden, Schmerzen und Schäden, die nicht selten mit einem qualvollen Tod enden. Verschlimmert wird dieses Leid durch die unkontrollierte Vermehrung der Katzen. Die Verpaarung von unkastrierten freilaufenden Besitzerkatzen mit Streunerkatzen verschärft die Situation.

„Daher ist die Einführung einer Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen mit Freigang oft das einzige Mittel zur nachhaltigen Eindämmung des Katzenelends“, erläutert Dr. Cristeta Brause, Tierärztin und Tierschutzreferentin bei TASSO e.V.

Neben der ordnungsrechtlichen Möglichkeit, eine solche Regelung zur Katzenkastrationspflicht einzuführen, haben die Städte und Gemeinden der meisten Bundesländer mittlerweile auch eine tierschutzrechtliche Grundlage für den Erlass sogenannter Katzenschutzverordnungen. Hiervon wird bundesweit allerdings mit sehr unterschiedlichem Engagement Gebrauch gemacht.

„Gerade aus Gemeinden, die noch keine Katzenkastrationspflicht haben, erreichen uns Meldungen zu bereits länger bestehenden Tierschutzproblemen bei Streunerkatzen“ berichtet Manuela Stau, Koordinatorin Streunerkatzen-Projekt Deutschland von VIER PFOTEN.

„In diesen Fällen sehen wir die Kommunen in der Pflicht, endlich auch die politische Verantwortung für ihre Streunerkatzen zu übernehmen“, so Kristine Conrad, PR-Referentin vom Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.

Miriam Marnich, Referatsleiterin u.a. für Recht und Verfassung vom Deutschen Städte- und Gemeindebund, betonte, dass der Schutz von streunenden Katzen Städten und Gemeinden ein wichtiges Anliegen ist, die Anwendung von Katzenschutzverordnungen mit einer Registrierungs- und Kastrationspflicht jedoch aufgrund rechtlicher Vorgaben jeweils nur individuell vor Ort in den Kommunen entschieden werden kann.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:https://www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/streunerhilfe/buendnis-pro-katze 

Fotos: Gerne stellen wir Ihnen kostenloses Bildmaterial auf Anfrage zur Verfügung.

VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete Organisation hat das Ziel, Tieren in Not mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten zu helfen. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunden und -katzen, Nutz-, Heim- und Wildtieren wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.

www.vier-pfoten.de