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Es ist Brutzeit: Hunde bitte an die Leine!

30.4.2018

VIER PFOTEN bittet Hundehalter um Rücksichtnahme

Hamburg, 30. April 2018 Vögel, Rehe, Hasen und Co. bekommen jetzt im Frühling ihre Jungen. Daher bittet VIER PFOTEN in diesen Monaten Hundehalter um Rücksicht: Ihre Lieblinge sollten im Wald keinesfalls frei, sondern nur an der langen Leine laufen.

 „Wird beim Hund der Jagdinstinkt geweckt, gibt es oft kein Halten mehr – und das kann Wildtieren zum Verhängnis werden“

VIER PFOTEN Heimtierexpertin Sarah Ross gibt Tipps für den Hundespaziergang während der Jungtierzeit

Hunde können im Jagdfieber auch Menschen oder sich selbst gefährden, etwa wenn sie unkontrolliert über die Straße laufen.

„Außerdem dürfen Jäger in den meisten Fällen Hunde, die jagen, laut den Jagdgesetzen der Bundesländer zum Schutz der Wildtiere töten“

Sarah Ross

Urtrieb Jagd

Für den Hund ist die Jagd ein natürliches und selbstbelohnendes Verhalten.

„Es ist ein tief in den Genen verankerter Urtrieb des Hundes. Je nach Rasse ist dieser unterschiedlich stark ausgeprägt und wird geweckt, sobald der Hund etwas wahrnimmt, das Beute verspricht: ein Rascheln, Bewegungen, Gerüche… .“

Sarah Ross

Sofort konzentriert sich das Tier auf die anstehende Jagd und ist für Rückrufe des Halters unempfänglich. Die Beute wird verfolgt und schlimmstenfalls getötet.

„Halter sollten ihren Hund dort, wo mit Wild zu rechnen ist, und gerade im Frühjahr, wenn viele Jungtiere geboren werden, an eine Schlepp- oder Laufleine nehmen. Damit können sie sich und ihrem Tier viele Unannehmlichkeiten ersparen.“

Sarah Ross

Auch an der Leine ist Vorsicht geboten

Auch angeleinte Hunde, vor allem an längeren Lauf- oder Flexi-Leinen, können beim Stöbern an Feld-, Wald- und Wiesenrändern Jungtiere aufschrecken.

„Wir bitten daher, jetzt besonders vorsichtig und aufmerksam beim Spazierengehen zu sein und den eigenen Hund gegebenenfalls in der unmittelbaren Nähe zu halten“

Sarah Ross

Zusätzlich kann ein Training sinnvoll sein, bei dem der Hund lernt, in der Nähe des Halters zu bleiben und auf dessen Rufe zu reagieren. Belohnen ist hier wichtig: Ein bestimmtes Wort, eine Zuwendung oder ein Leckerli können das Belohnungsgefühl auslösen und den Halter interessanter als das Reh oder den Feldhasen machen.

Unversehrte Jungtiere liegen lassen

Sollte der Hund bereits ein Wildtier beschnuppert haben, sollte man das Kleine unbedingt liegen lassen und rasch weitergehen.

„Die Mutter lässt sich durch den Fremdgeruch nicht stören und verlässt ihr Junges nicht. Nur, wenn der Hund das Jungtier schon im Maul hatte und dadurch die Gefahr einer Verletzung besteht, muss das Kleine geborgen und medizinisch versorgt werden. In diesem Fall sollte man sich unverzüglich an eine Wildtierstation oder einen kompetenten Tierarzt wenden.“

Sarah Ross

Weitere nützliche Ratgeber finden Sie unter hier: www.vier-pfoten.de/unseregeschichten/ratgeber-hund

Gerne vermitteln wir ein Interview mit Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN.

Druckfähige Fotos  stellen wir Ihnen auf Anfrage als Downloadlink gern zur Verfügung.

Susanne von Pölnitz

Pressesprecherin

presse-d@vier-pfoten.org

+49 40 399 249-72

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg

VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete Organisation hat das Ziel, Tieren in Not mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten zu helfen. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunden und -katzen, Nutz-, Heim- und Wildtieren wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.

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