Suche

Spenden Patenschaft

In Memoriam Heli Dungler

Almochse in Österreich (c) VIER PFOTEN

Die Richtlinien für Rinder

Mehr Tierwohl und Transparenz mit dem Gütesiegel „Tierschutz-kontrolliert“

Um das Gütesiegel „Tierschutz-kontrolliert“ zu erhalten, müssen Betriebe strenge Richtlinien erfüllen. Das Zertifizierungssystem gewährleistet deutlich bessere Lebensbedingungen für Mastrinder. Die Richtlinien umfassen dabei sowohl den Bereich Haltung, als auch die Bereiche Transport und Schlachtung.

Nicht nur die Rinder profitieren von dem Gütesiegel. Auch für Verbraucher gibt es klare Vorteile: Sie können auf eine hohe Qualität des Rindfleisches vertrauen und seine Herkunft nachvollziehen.

Das Gütesiegel „Tierschutz-kontrolliert“ steht also für mehr Tierwohl und Transparenz. Es wird in zwei Stufen – „Silber“ und „Gold“ – vergeben, da wir auch schrittweise Verbesserungen unterstützen möchten. Welche Richtlinien den Gütesiegeln in „Silber“ und „Gold“ zugrunde liegen, lesen Sie hier:

Almochse in Österreich

Die „Tierschutz-kontrolliert“-Kritierien bei Mastrindern

Neben der Einhaltung der gesetzlichen Tierschutz-Mindestanforderungen verpflichten sich alle Teilnehmer zur ordnungsgemäßen Umsetzung der „Tierschutz-kontrolliert“-Richtlinien, welche deutlich höhere Anforderungen als die gesetzlichen Vorgaben stellen.

„Silber“ „Gold“
MEHR PLATZ: Die Mastrinder haben deutlich mehr Platz im Stall als gesetzlich vorgesehen. Je nach Gewicht der Tiere müssen vorgegebene Bewegungs- und Liegeflächen angeboten werden.
ANWENDUNG TIERBEZOGENER PARAMETER: Bei den Kontrollen wird nicht nur der Stall kontrolliert, sondern auch das Wohlbefinden und der Gesundheitszustand der Tiere.
UNABHÄNGIGE KONTROLLSTELLEN sowie unangekündigte Zusatzkontrollen durch VIER PFOTEN garantieren die Einhaltung der Kriterien.
KEINE ANBINDEHALTUNG, die laut Gesetz zulässig ist: Die Tiere haben so mehr Bewegungsmöglichkeiten im Stehen und Liegen. Zudem wird den Rindern Sozialverhalten ermöglicht.
VERBOT VON VOLLSPALTENBODEN: Der unnatürliche Untergrund führt zu Erkrankungen der Klauen und ist verboten.
BEHUTSAMKEIT BEI KASTRATION UND ENTHORNUNG: nur mit Betäubung, Schmerzausschaltung und nachträglicher Schmerzbehandlung
WEIDEHALTUNG: Im Sommerhalbjahr wird den Mastrindern mindestens Halbtagesweide angeboten.
KURZE TRANSPORTWEGE: Die Tiere dürfen nicht länger als vier Stunden transportiert werden.
SICHERE BETÄUBUNGSVERFAHREN: Nur bestimmte, tierschonende und vor allem auch sichere Verfahren werden bei der Schlachtung zugelassen.
MUTTERKUHHALTUNG ODER AMMENKUHHALTUNG: Die Kälber bleiben nach der Geburt bei der Kuh, werden gesäugt und leben im natürlichen Herdenverband.
KEINE ENTHORNUNG: Die Tiere behalten ihre Hörner und können diese so artgemäß als natürliches und wichtiges Merkmal in der Rangfolge-Bestimmung nutzen.
FREIER AUSLAUF: Permanenter Zugang zu einem befestigten Auslauf an frischer Luft erhöht die Lebensqualität der Tiere massiv.
EINGESTREUTE LIEGEFLÄCHEN: Die Tiere können sich hinlegen und ihre Gliedmaßen entspannen. Ihre Klauen können abtrocknen, was sich positiv auf die Tiergesundheit auswirkt.
Rind auf der grünen Alm

Hier leben die „Tierschutz-kontrolliert“ Rinder

Rinderhaltung so wie früher - So ist die Haltung der ALMO Almochsen von Schirnhofer in Österreich. Die Tiere werden in den Sommermonaten auf die Alm aufgetrieben und leisten so ihren Beitrag zur Pflege der in Österreich typischen Kulturlandschaft. 

Ein Almsommer hat viele positive Auswirkungen auf die Tiere und gesundheitlich profitieren sie sehr davon. Die viele Bewegung an der frischen Luft, die natürliche Futteraufnahme mit hochwertigem Grünfutter, denn viele Kräuter sind auf Almen zu finden, und der Herdenverband stärkt die Gesundheit der Tiere erwiesenermaßen enorm. Die Tiere sind ganzheitlich fit und haben einen natürlichen Klauenabrieb. Die soziales Strukturen sind gut für ihre Psyche, denn sie haben die Möglichkeit Ranghöheren aus dem Weg zu gehen, Gruppen zu bilden und ihren Tag selbst zu strukturieren.

Die Mehrkosten für das höhere Tierwohl bei „Tierschutz-kontrolliert“ werden für den Landwirt durch die Firma Schirnhofer abgedeckt. So wird den Bauern durch die Zusammenarbeit eine neue Perspektive mit besseren Lebensbedinungen für die Tiere ermöglicht.

 Auch die sensiblen Ökosysteme in den Bergregionen profitieren durch die Rinder, ebenso die Alpenflora und die zugehörige Fauna. Zusätzlich sticht in Zeiten, in denen Klimaschutz immer dringlicher wird, diese Form der Rinderhaltung besonders hervor. Die Tiere erhalten, im Vergleich zur intensiven Mastrinderhaltung, wesentlich weniger Kraftfutter. Vor allem über die Weideperiode steht ihnen nur das Raufutter, das auf der Alm und auf den Weiden wächst, zur Verfügung. Die Tiere können sich, ihrer Art und ihrem Wesen gerecht, selbst das Futter suchen.