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Almochse in Österreich (c) VIER PFOTEN

Die Richtlinien für Rinder

Mehr Tierwohl und Transparenz mit dem Gütesiegel „Tierschutz-kontrolliert“

Um das Gütesiegel „Tierschutz-kontrolliert“ zu erhalten, müssen Betriebe strenge Richtlinien erfüllen. Das Zertifizierungssystem gewährleistet deutlich bessere Lebensbedingungen für Mastrinder. Die Richtlinien umfassen dabei sowohl den Bereich Haltung, als auch die Bereiche Transport und Schlachtung.

Nicht nur die Rinder profitieren von dem Gütesiegel. Auch für Verbraucher gibt es klare Vorteile: Sie können auf eine hohe Qualität des Rindfleisches vertrauen und seine Herkunft nachvollziehen.

Das Gütesiegel „Tierschutz-kontrolliert“ steht also für mehr Tierwohl und Transparenz. Es wird in zwei Stufen – „Silber“ und „Gold“ – vergeben, da wir auch schrittweise Verbesserungen unterstützen möchten. Welche Richtlinien den Gütesiegeln in „Silber“ und „Gold“ zugrunde liegen, lesen Sie hier:

Die „Tierschutz-kontrolliert“-Kritierien bei Mastrindern

„Silber“

 

 „Gold“

 

MEHR PLATZ IM STALL: Die Mastrinder haben deutlich mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben. Je nach Gewicht der Tiere müssen vorgegebene Bewegungs- und Liegeflächen angeboten werden.

KURZE TRANSPORTWEGE: Die Tiere dürfen nicht länger als vier Stunden transportiert werden.

SICHERE BETÄUBUNGSVERFAHREN: Nur bestimmte, tierschonende und vor allem auch sichere Verfahren werden bei der Schlachtung zugelassen.

ANWENDUNG TIERBEZOGENER PARAMETER: Bei den Kontrollen wird nicht nur der Stall kontrolliert, sondern auch das Wohlbefinden und der Gesundheitszustand der Tiere.

UNABHÄNGIGE KONTROLLSTELLEN sowie unangekündigte Zusatzkontrollen durch VIER PFOTEN garantieren die Einhaltung der Kriterien.

KEINE ANBINDEHALTUNG, die laut Gesetz zulässig ist: Die Tiere haben so mehr Bewegungsmöglichkeiten im Stehen oder Liegen. Zudem wird den Rindern Sozialverhalten ermöglicht.

VERBOT VON VOLLSPALTENBODEN: Der unnatürliche Untergrund führt zu Erkrankungen der Klauen und ist verboten.

BEHUTSAMKEIT BEI KASTRATION UND ENTHORNUNG: nur mit Betäubung, Schmerzausschaltung und nachträglicher Schmerzbehandlung.

WEIDEHALTUNG: Im Sommerhalbjahr wird den Mastrindern mindestens Halbtagesweide angeboten.

 

MUTTERKUHHALTUNG ODER AMMENKUHHALTUNG: Die Kälber bleiben nach der Geburt bei der Kuh, werden gesäugt und leben im natürlichen Herdenverband.

 

KEINE ENTHORNUNG: Die Tiere behalten ihre Hörner und können diese so artgemäß als natürliches und wichtiges Merkmal in der Rangfolge-Bestimmung nutzen.

 

FREIER AUSLAUF: Permanenter Zugang zu einem befestigten Auslauf an frischer Luft erhöht die Lebensqualität der Tiere massiv.

 

EINGESTREUTE LIEGEFLÄCHEN: Die Tiere können sich hinlegen und ihre Gliedmaßen entspannen. Ihre Klauen können abtrocknen, was sich positiv auf die Tiergesundheit auswirkt.