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In Memoriam Heli Dungler

Die richtlinien für milchrinder

Das Gütesiegel „Tierschutz-kontrolliert“ garantiert strenge Haltungskriterien für Kühe

Durch das strenge Zertifizierungssystem des Gütesiegels „Tierschutz-kontrolliert“ erfahren Nutztiere deutlich bessere Bedingungen bei der Haltung. Aber auch die Konsumenten profitieren davon: Das „Tierschutz-kontrolliert“-Gütesiegel garantiert ihnen eine Herkunft und Qualität der Milch, der sie vertrauen können. Da auch schrittweise Verbesserungen wertvoll sind, wird das „Tierschutz-kontrolliert“-Gütesiegel in zwei Stufen vergeben. Wir setzen uns damit für mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung ein.

Kontrolle bei den Milchkühen

Die „Tierschutz-kontrolliert“-Kriterien bei Milchrindern

Neben der Einhaltung der gesetzlichen Tierschutz-Mindestanforderungen verpflichten sich alle Teilnehmer zur ordnungsgemäßen Umsetzung der „Tierschutz-kontrolliert“-Richtlinien, welche deutlich höhere Anforderungen als die gesetzlichen Vorgaben stellen.

„Silber“„Gold“
VIEL PLATZ: Die Milchkühe haben viel Platz sowie ausreichend Bewegungsfreiheit und eingestreute Liegeflächen.
FRISCHE LUFT: Die Tiere werden entweder in offenen, sehr luftigen Ställen (Außenklimaställen) gehalten oder haben ganzjährigen Zugang zu einem Laufhof im Freien.
KEINE ANBINDEHALTUNG: Die Tiere werden ausschließlich in Laufställen gehalten. Sie können sich Tag und Nacht frei im Stall bewegen. So wird den Rindern die notwendige Bewegungsfreiheit und die Interaktion mit Artgenossinnen in der Herde ermöglicht.
WEIDEGANG: Im Sommerhalbjahr wird den Milchkühen mindestens sechs Stunden Weidegang ermöglicht.

ANWENDUNG TIERBEZOGENER PARAMETER: Bei den Kontrollen wird nicht nur der Stall kontrolliert, sondern auch das Wohlbefinden und der Gesundheitszustand der Tiere.
KURZE TRANSPORTWEGE: Die Tiere dürfen nicht länger als vier Stunden transportiert werden.
SICHERE BETÄUBUNGSVERFAHREN: Nur bestimmte, tierschonende und vor allem auch sichere Verfahren werden bei der Schlachtung zugelassen.
REGELMÄßIGE KONTROLLEN: Neben den jährlichen Kontrollen finden zusätzliche, unangekündigte Kontrollen durch VIER PFOTEN statt, die die Einhaltung der Kriterien garantieren.
Keine EnthornungBEHUTSAMKEIT BEI DER ENTHORNUNG: nur mit Betäubung, Schmerzausschaltung und nachträglicher Schmerzbehandlung
 

 

KUHGEBUNDENE KÄLBERAUFZUCHT: Die Kälber dürfen die Milch anstatt der üblichen Eimertränke bei ihrer Mutter oder einer Amme aufnehmen und können gemeinsam Zeit verbringen.
Mutterkuhhaltung bei den Kälbchen

Hier leben die „Tierschutz-kontrolliert“ Milchkühe

Derzeit ist in Deutschland die Milch der Molkerei Allgäuer Hof-Milch GmbH mit dem „Tierschutz-kontrolliert“-Gütesiegel in „Silber“ ausgezeichnet. 

Die Kühe haben viel Platz in einem hellen Laufstall. Zusätzlich bekommen sie viel frische Luft, Bewegung und saftige Gräser auf den Allgäuer Wiesen und Weiden. Nicht nur die Milchkühe sind im Fokus, sondern bereits die Kälber profitieren von den Verbesserungen durch „Tierschutz-kontrolliert“. Sie können ihre natürlichen sozialen Verhaltensweisen im Herdenverband ausleben.

Neben dem Stall wird bei den strengen Kontrollen auch das Wohlbefinden sowie der Gesundheitszustand der Tiere eingehend untersucht. Das Entfernen der Hornanlagen findet besonders behutsam unter Betäubung und Schmerzbehandlung statt.