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Tiernothilfe Myanmar

22.5.2018

VIER PFOTEN schützt Streunertiere vor Tollwut – und vor grausamen Massentötungen

VIER PFOTEN hat am 6. März ein Tierschutzprojekt in Myanmar gestartet: 50.000 Hunde und Katzen in 267 Dörfern rund um die Hauptstadt Naypyidaw werden in mobilen Tierkliniken gegen Tollwut geimpft.

In vielen Ländern werden Tiere aus Angst vor Tollwut und aufgrund mangelnder Aufklärung getötet. Zusammen mit lokalen und internationalen Behörden hat VIER PFOTEN darum das Massenimpfungsprogramm in Myanmar gestartet. Das rund 50-köpfige Team – bestehend aus Tierärzten von VIER PFOTEN sowie lokalen Tierärzten und Behörden – unterstützt Myanmars Vorhaben, die Tollwut bis 2030 auszurotten.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich rund 1.000 Menschen in Myanmar an den Folgen von infektiösen Hundebissen.

Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit VIER PFOTEN. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.


„50.000 Hunde und Katzen gegen Tollwut zu impfen ist ein ambitionierter, aber auch dringend nötiger Start. Mit unserer Kampagne wollen wir zeigen, dass das brutale Töten von freilaufenden Hunden keine Lösung in der Tollwutbekämpfung ist. Unser Projekt rettet nicht nur das Leben von Hunden, sondern auch das von vielen Menschen. Wir hoffen, dass viele andere Länder dem Vorbild Myanmars folgen werden.“

Dr. Amir Khalil, Tierarzt und Projektleiter von VIER PFOTEN

Schulungen für Tierärzte vor Ort

Myanmars Tierhaltungs- und Veterinäramt, die ansässige Veterinärmedizinische Universität, die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und die lokale NGO „Mingalar Myanmar“ unterstützen das Team von VIER PFOTEN. Insgesamt sind rund 50 Personen in 267 Dörfern rund um die Hauptstadt Naypyidaw im Einsatz.

VIER PFOTEN schulte die lokalen Helfer in nachhaltiger Tollwutprävention, im richtigem Umgang mit Hunden und in sicheren Einfangtechniken. Zusätzlich sorgten Vorabbesuche in den betroffenen Kommunen für ein geschärftes Bewusstsein der Bevölkerung in der Region – schließlich sollen die Anwohner tatkräftig helfen, die Hunde zu den mobilen Tierkliniken zu bringen.

„Viele glauben fälschlicherweise, dass streunende Hunde aggressiv sind und deshalb getötet werden müssen. Die meisten der Streuner leben aber friedlich mit den Menschen zusammen – sie gehören zur Dorfgemeinschaft. Die Anwohner füttern sie regelmäßig und spielen mit ihnen. Deshalb sind die Hunde auch sehr zutraulich."

Dr. Marina Ivanova, VIER PFOTEN Tierärztin

Null Tollwut-Tote bis 2030

Myanmar trägt das von der WHO weltweit initiierte Ziel mit, dass es ab 2030 keine Tollwutübertragungen vom Hund auf den Menschen mehr geben soll. Die Ausgangslage dafür ist keine einfache, es gibt laut Myanmars Tierhaltungs- und Veterinäramt immerhin schätzungsweise vier Millionen Hunde im Land – 70 Prozent davon vermutlich Streuner. Im Jahr 2017 wurden knapp 62.000 Menschen von Hunden gebissen, 40 Prozent davon waren Kinder unter 15 Jahren. Rund 1.000 dieser Bisse endeten aufgrund von Tollwutinfektionen tödlich.

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