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Tiertransporte stoppen

Hunger, Durst, Enge und gebrochene Gliedmaßen: 
Lebendtiertransporte bedeuten schlimmste Qualen für die Tiere.

Jeden Tag werden Millionen Tiere in tausenden LKW in Europa transportiert – auch auf deutschen Straßen. Jährlich sind es über 37 Millionen lebende Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferde sowie eine Milliarde Geflügel, die grenzüberschreitend innerhalb der EU sowie in und aus Drittstaaten transportiert werden. Nur ein Prozent der Transporte auf der Straße werden hierzulande kontrolliert. Verstöße gegen den Tierschutz sind an der Tagesordnung.

Vorgeschriebene Pausen zum Abladen sowie das Versorgen der Tiere mit Futter und Wasser werden nicht eingehalten, Temperaturen im Inneren der Fahrzeuge weit über- oder unterschritten. Eng zusammengepfercht stehen die Tiere tage- und wochenlang in den Transportern. Sie leiden unter enormer Hitze oder Kälte, Durst, Hunger, Stress und Angst. Die bestehenden, ohnehin viel zu laschen Vorschriften zum Transport von Tieren werden regelmäßig missachtet und Verstöße nicht geahndet.

Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit VIER PFOTEN. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.

Seit 2007 gilt die EU-Verordnung 1/2005 für den Schutz von Tieren beim Transport. Selbst diese zu laschen Vorschriften werden häufig auf Kosten der Tiere missachtet, sodass in einem ersten Schritt die Einhaltung der Verordnung garantiert werden muss. In einem zweiten Schritt muss die gesamte Verordnung im Sinne der Tiere überarbeitet werden. Bereits 2009 wurde nach großen Protesten eine Überarbeitung der Verordnung von der EU-Kommission angekündigt, bislang aber immer wieder verschoben. Besonders dramatisch sind dabei Langstreckentransporte in Drittsaaten – und dass, obwohl der europäische Gerichtshof bereits 2015 entschieden hat, dass die EU-Tierschutzvorgaben für Tiertransporte auch über die EU-Grenzen bis zum Zielort hinaus einzuhalten sind.

Jetzt ist die Gelegenheit

2019 kam in Deutschland endlich Schwung in die politische Entwicklung. Eine Amtsveterinärin in Bayern verweigerte die Genehmigung eines 5000 kilometerlangen Tiertransportes einer trächtigen Kuh nach Usbekistan. Es folgten weitere Amtstierärzte, die ähnliche Transporte nicht mehr genehmigten.

Schließlich ordneten ganze Bundesländer, angefangen mit Schleswig-Holstein, nachfolgend Hessen und Bayern einen vorläufigen Exportstopp einiger Tiertransporte an. Da jedoch kein bundesweiter Stopp erfolgte, werden die Tiere weiterhin, von anderen Bundesländern ausgehend, in die betreffenden Drittländer verfrachtet. Deshalb ist ein bundesweit einheitlicher Transport-Stopp unerlässlich. VIER PFOTEN hat in diesem Zusammenhang Anzeige gegen mehrere Veterinärbehörden und Transporteure erstattet. Der Vorwurf: Beihilfe zur Tierquälerei. 

Im Zuge der Corona-Krise verschärfte sich die Situation erneut: Aufgrund von Grenzschließungen waren viele Tiertransporter in stunden- und tagelangen Staus gefangen. Die Qualen für die Tiere sind unerträglich.

Die komplette Chronik können Sie hier nachlesen.

Im Juli 2020 wird Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen. VIER PFOTEN fordert daher die Bundesregierung auf, im Rahmen dieser sechsmonatigen Ratspräsidentschaft endlich die lange angekündigte Überarbeitung der EU-Tiertransportverordnung voranzubringen, damit diese qualvollen Transporte verboten werden.

Unterstützen Sie VIER PFOTEN und schicken Sie eine Protest-E-Mail an die Bundesregierung mit der Aufforderung, Tiertransporte zum Thema der EU-Ratspräsidentschaft zu machen und dem Leiden ein Ende zu setzen.

Helfen Sie VIER PFOTEN, diese grausame Qual endlich zu beenden. 

zum protest

Das Tierleid auf den Straßen beenden

Als globale Tierschutzorganisation, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt, setzt sich VIER PFOTEN seit Jahren für einen Stopp der qualvollen Tiertransporte ein.

VIER PFOTEN fordert:

  • Verbot von Langstreckentransporten lebender Tiere
  • Exportverbot lebender Tiere in Drittstaaten
  • Eine Begrenzung der Transportdauer lebender Tiere auf 4 Stunden in Deutschland und darüber hinaus maximal 8 Stunden
  • Transportverbot für nicht abgesetzte Jungtiere, die noch auf Milch angewiesen sind
  • Verbot von Transporten lebender Tiere auf Schiffen
  • Schlachtung von Tieren am nächstgelegenen, geeigneten Schlachthof
  • Überarbeitung der EU-Transportverordnung 1/2005, um grausame Langstreckentransporte von lebenden Tieren zu beenden
  • Keine Genehmigung von Tiertransporten durch Veterinärbehörden, wenn bereits aus der Transportplanung ersichtlich ist, dass die Tierschutzbestimmungen nicht eingehalten werden.
  • Generelles Verbot von Abfertigungen bei zu erwartenden Außentemperaturen von über 30°C sowie bei Kälte unter 5°C
  • Verpflichtung der Informationssammlung zu allen Transporten in einer gemeinsamen EU-weiten digitalen Datenbank
  • Verpflichtung der Offenlegung und ständiger Zugang zu sämtlichen Transportdaten in der Datenbank für Institutionen, Genehmigungsbehörden und deren fachvorgesetzten Instanzen
  • Mehr und unabhängige Kontrollen sowie starke Sanktionen bei Verstößen
  • Transport von Fleisch und genetischem Material anstelle von lebenden Tieren
  • Eigene Zucht in Drittländern statt Import von Zuchttieren aus der EU

Das vollständige VIER PFOTEN Positionspapier zu Lebendtiertransporten können Sie sich hier herunterladen

Fordern Sie mit, jede Stimme zählt! 

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