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Huhn auf einer Wiese

Lebenserwartung von Hühnern

19.10.2017

Laut Guiness-Buch wurde das älteste Huhn der Welt 16 Jahre alt – in der Eierindustrie sterben Millionen Hühner schon als Küken

Hühner sind vermutlich die am häufigsten vom Menschen geschlachteten Nutztiere weltweit: Geschätzt 45 Milliarden Hühner werden jedes Jahr für Hühnerfleisch getötet. Jeder Deutsche isst im Durchschnitt etwa 12 Kilogramm Hühnchenfleisch pro Jahr.

Der Vorfahre unseres Haushuhnes ist ein Wildhuhn mit dem Namen Bankivahuhn, das aus Südostasien stammt und heute zu den gefährdeten Tierarten gehört. Vor rund 8.000 Jahren wurde es domestiziert. Die Wildform unseres Haushuhnes kann im Durchschnitt etwa zehn Jahre alt werden.

Man geht davon aus, dass ein Haushuhn bei guter Haltung sogar bis zu 15 Jahre leben kann. Das älteste Huhn der Welt ist laut Guiness-Buch der Rekorde 16 Jahre alt geworden. Zwar gibt es immer wieder Gerüchte über Hühner, die ein biblisches Alter von 20 Jahren erreicht haben sollen – wieviel davon der Wahrheit entspricht und was ins Reich der Märchen gehört, lässt sich jedoch schwer nachprüfen.

Fakt ist dagegen: In der Intensivtierhaltung zählen Hühner jedoch zu den Nutztieren mit der kürzesten Lebensdauer überhaupt. Am ältesten darf eine Legehenne werden – sie lebt etwa 20 Monate, also rund 1,5 Jahre. Ein Masthuhn erreicht sein Schlachtgewicht dagegen schon nach 40 Tagen. Masthühner werden daher noch nicht einmal 1,5 Monate alt.

Besonders traurig ist das Schicksal männlicher Küken: Sie werden im Alter von einem Tag getötet, da die Industrie keine Verwendung für sie hat. Sie legen keine Eier und liefern viel weniger Fleisch als ein Masthähnchen, daher ist ihre Aufzucht unwirtschaftlich. Das Schicksal der Eintagsküken ist aus Tierschutzsicht eines der größten Probleme der Geflügelzucht.