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VIER PFOTEN Modelllösung

21.6.2019

Für eine vollständige Rückverfolgbarkeit des EU-weiten Online-Welpenhandels

Der illegale Welpenhandel ist geprägt von Tierquälerei und Betrug. Die Welpen werden unter katastrophalen Bedingungen vermehrt, sind krank und oft schwer traumatisiert. Sie werden viel zu früh von ihren Müttern getrennt und haben keinerlei medizinische Versorgung oder auch nur geeignetes Futter erhalten. Auch die Elterntiere leben unter grausamen Zuständen. Die meisten dieser Hunde- und Katzenwelpen werden über Online-Plattformen verkauft. Viele von ihnen sterben nur kurz nach dem Kauf.

Kleinanzeigen-Plattformen bieten den illegalen Welpenhändlern Zugang zu einer großen Zahl potenzieller Käufer und können anonym genutzt werden. Die Gefahr, dass die Händler hier identifiziert und dadurch strafrechtlich verfolgt werden können, ist sehr gering. Aus diesem Grund fordern wir die Politik dazu auf, den illegalen Handel mit Welpen zu stoppen und entsprechende Gesetze zu erlassen, um die Tiere zu schützen.

Der Online-Handel muss sicher werden

Unser oberstes Ziel ist, Millionen Hunde und Katzen vor diesem grausamen Tierleid zu bewahren, indem kriminelle Händler keine Tiere anonym auf Online-Plattformen anbieten können. Eine EU-weite Rückverfolgbarkeit der Händler sowie der Tiere ist daher ein Schlüsselaspekt, um den illegalen Handel mit Welpen zu bestrafen und zu beenden. 

Illegale Welpenhändler müssen zurückverfolgt und verurteilt werden. Dadurch würden die Hürden höher gesetzt, so dass der illegale Tierhandel unattraktiver würde. Infolgedessen würden weniger skrupellose Anbieter diesen Weg gehen und zahlreichen Tieren würde großes Leid erspart bleiben. Weiter könnte der Verbreitung von hochansteckenden Krankheiten durch illegal importierte Welpen vorgebeugt werden und Verbraucher würden geschützt. Damit die kriminellen Händler nicht von den Online-Plattformen auf Social-Media-Kanäle ausweichen, ist es zudem unabdingbar, dass über diese Kanäle keinerlei Tiere angeboten werden dürfen. 

Mit der VIER PFOTEN Modelllösung wäre endlich eine EU-weite Rückverfolgbarkeit von Heimtieren möglich. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft kann hier die nötigen Schritte gehen und entsprechende erste Schritte in Deutschland auf den Weg bringen. 

Registrierung als Schlüssel

Um die Herkunft eines Tieres erfassen zu können, müsste zunächst jeder Hund und langfristig auch jede Katze von einem Tierarzt mit einem Mikrochip versehen und in einer Datenbank registriert werden. Zu der Chipnummer würden alle Personen erfasst, die im Leben des Tieres eine Rolle gespielt haben und spielen: Vom Züchter und Verkäufer über Tierärzte bis hin zum neuen Halter. Bei Auffälligkeiten könnten Strafverfolgungsbehörden die Verantwortlichen binnen kürzester Zeit identifizieren.

Chance auf EU-Ebene

Der illegale Tierhandel macht keinen Halt vor Ländergrenzen, sondern ist ein internationales Geflecht mit mafiösen Strukturen. Das neue EU-Gesetz „Tiergesundheitsrecht" bietet die erste echte Chance, den internationalen illegalen Handel mit Hunden und Katzen zu beenden. Denn ab dem 21. April 2021 müssen sich alle Verkäufer, Züchter und Transporteure von Hunden, Katzen und Frettchen sowie Sammelstellen wie beispielsweise Tierheime aus allen EU-Mitgliedstaaten in einer Datenbank registrieren.

In Deutschland und einigen anderen EU-Staaten müssen sich bislang nur kommerzielle Händler registrieren. Dies wird aber auf den Online-Plattformen nicht zuverlässig geprüft. Zudem können kriminelle Händler diese Registrierung in der Regel umgehen, indem sie sich als Privatpersonen ausgeben. Daher fordert VIER PFOTEN zusätzlich, dass Online-Plattformen sämtliche Tieranzeigen – auch die von Privatpersonen – kontrollieren müssen und Verkaufsanzeigen erst live gehen, nachdem ein Abgleich der Hunderegistrierungs- und Verkäuferdaten mit der Datenbank stattgefunden hat.

Internationale Schnittstelle

Eine internationale Instanz würde als Schnittstelle für alle Online-Plattformen in Europa fungieren. Verkäufer müssen verpflichtend ihre Daten angeben, die dann von den Online-Plattformen automatisiert mit der Datenbank abgeglichen werden. So würde sichergestellt, dass der Verkäufer als aktueller Besitzer des Tieres eingetragen ist, und dass die angegebenen Informationen (wie Mikrochipnummer, Betriebsnummer, …) korrekt sind. Konkret könnte dies mit einer PIN-Nummer gelöst werden, die jedem Besitzer nach der Kennzeichnung seines Tieres mit einem Chip sowie der Überprüfung seiner persönlichen Daten zugewiesen wird. Diese PIN-Nummer wird der Chipnummer in der Datenbank zugeordnet. Will der Besitzer sein Tier nun über eine Online-Plattform verkaufen, muss er neben der Microchip-Nummer auch die PIN angeben. Die Plattform könnte dadurch die korrekte Registrierung des Hundes prüfen: Passen Mikrochip-Nummer und PIN zusammen, kann die Anzeige live gehen.

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