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fabelhaft, nicht mangelhaft

Manche Tiere bleiben besonders lange im Tierheim 
– doch das muss nicht sein.
 

In deutschen Tierheimen gibt es viele Tiere, die später vermittelt werden als andere: Tiere mit besonderen medizinischen Bedürfnissen, Tiere mit schwarzem Fell, Listenhunde und Senioren. Diese Tiere werden von der Gesellschaft als „schwer vermittelbar“ angesehen. Aber sie können so viel Liebe geben und Hingabe zeigen, wie man es kaum vermutet. Sie verdienen es, dass man über ihren vermeintlichen „Makel“ hinwegsieht und auf ihr wundervolles Wesen schaut.

„Gerade diese Tiere haben eine zweite Chance verdient.“

Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN

Liebe kann man nicht in Jahren zählen

Im Gegensatz zu ihren jüngeren Artgenossen haben die in die Jahre gekommenen Tiere geringere Adoptionschancen. Bedenken und Sorgen sind, dass alte Tiere öfter zum Tierarzt müssen, was entsprechende Kosten nach sich ziehen könnte. Vielleicht benötigen sie eine besondere Diät, was mehr Aufwand bedeutet. Sie können plötzlich vieles nicht mehr, was früher normal war, so wie das Treppen steigen.

Daher glauben viele Menschen, alte Tiere machen nur noch Arbeit. Aber das muss nicht so sein, denn sie bringen auch viele Vorteile mit: sie sind zuverlässiger, da ihr Charakter bereits voll entwickelt ist, sie sind ruhiger und weniger anspruchsvoll, sie beherrschen die meisten Befehle und wissen, wie sie sich benehmen müssen. Viele ältere Haustiere sind noch jung im Herzen und können ihre goldenen Jahre mit einer neuen Familie genießen.

 

Liebe braucht keine zwei Augen

Viele Menschen glauben, gesundheitlich beeinträchtigte Tiere sind minderwertig, aber sie nehmen, wie ihre Artgenossen, erstaunlich gut am Leben teil.

Diese Tiere werden im Tierheim oft nicht beachtet und kategorisch ausgeschlossen. Dazu zählen Tiere mit medizinischen Einschränkungen, chronischen Erkrankungen oder Verhaltensauffälligkeiten, mit offensichtlichen physischen Unterschieden, wie zum Beispiel fehlende, deformierte oder gelähmte Gliedmaßen - oder solche mit funktionellen Einschränkungen, wie blinde oder gehörlose Tiere.

Ob gelähmt, verängstigt, blind oder taub – diese Tiere sind oftmals wahre Lebenskünstler und lassen sich durch ihre vermeintlichen Defizite nicht beeinträchtigen. Sie haben es verdient, ein schönes Zuhause zu bekommen.

Liebe ist nicht bissig

Manche Menschen glauben, Listenhunde sind von Natur aus aggressiv. Doch sie sind genauso liebenswert wie ihre Artgenossen. 

Mehrere Studien belegen, dass Listenhunde wie Pitbulls und Staffordshire-Terrier nicht aggressiver von Natur aus sind, als andere Hunde. Durch negative Presse haben diese fabelhaften Tiere einen schlechten Ruf bekommen. Aber nicht die Rasse macht ein Tier aggressiv, sondern die Erziehung und wie das Tier aufwächst. Diese Hunderassen sind von Natur aus treu, lernwillig und liebenswert.

 

Liebe ist farbenblind

Viele Menschen glauben, Tiere mit schwarzem Fell bringen Unglück. Doch hat die Fellfarbe eines Hundes nichts mit seinem Charakter zu tun. Das “Black Dog Syndrome” beschreibt das Phänomen hinter der schwarzen Fellfarbe und deren Auswirkung auf die Adoptionschancen der Tiere. 

Schwarze Tiere werden in der Literatur und in Filmen oft mit dem Bösen, dem Negativen verbunden. Gerade im Zusammenhang mit schwarzen Katzen steht die Farbe für Pech und Unheil. Sie werden in Tierheimen oft lange von potenziellen Haltern übergangen. Dabei bringen sie genauso viel Glück und Freude in das Leben ihrer Besitzer wie alle anderen Tiere auch.
 

VIER PFOTEN bittet alle adoptionsinteressierten Tierfreunde, beim nächsten Tierheimbesuch auf diese fabelhaften Tiere zu achten – alle haben eine Chance auf ein tiergerechtes Leben in einem schönen Zuhause verdient.

 

Wir zeigen, wie viel Freude die fabelhaften Tiere in das Leben ihrer Besitzer bringen können:  

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