Suche

Spenden Patenschaft Menü

kennzeichnungsmodell für tierische Produkte

Wie die Haltungskennzeichnung Verbrauchern dabei hilft, bewusste Kaufentscheidungen zu treffen

Mehr Tierschutz, mehr Transparenz für Konsumenten und mehr Klarheit für Erzeuger – das sind die Ziele der verpflichtenden Haltungskennzeichnung für tierische Produkte. VIER PFOTEN tritt dafür ein, dass auch Fleisch, Eier und andere tierische Produkte nach dem Vorbild der Eierkennzeichnung gelabelt werden. Dieses System ist bereits etabliert und den Verbrauchern bekannt. Im Folgenden zeigen wir, wie ein solches Kennzeichnungsmodell nach dem Prinzip 1-2-3 aussehen könnte.

3: Tierhaltung nach gesetzlichem Mindeststandard

Die Haltungskennzeichnung  „3“ ist gleichbedeutend miMindeststandards der gesetzlich erlaubten Tierhaltungsverfahren, unter anderem auch Vollspaltenbuchten bei Mastschweinen und Mastrindern, Kastenstandhaltung bei Sauen, Anbindehaltung von Rindern und anderes.

2: Haltung mit deutlich mehr
Platz und Einstreu

Dies gilt sowohl für Rind und Schwein als auch für Geflügel. Deutlich mehr Platz bedeutet beim Schwein mindestens 50 Prozent gegenüber dem gesetzlichen Standard. Darüber hinaus darf die Dauerfixierung bei Sauen hier nicht erlaubt sein.

Da es bei Rindern keine gesetzlichen Mindestplatzvorgaben gibt, sollen hierfür die Mindestplatzvorgaben der Richtlinien zur Förderung von Haltungsverfahren auf Stroh von NRW herangezogen werden.

Für Geflügel bietet sich die Vorgabe eines sogenannten Wintergartens und vergrößerten Platzangebots nach EU-Vermarktungsnormen an. Die Vorgabe für Einstreu muss so gestaltet werden, dass sie Rindern und Schweinen ein bequemes, weiches Liegen ermöglicht sowie Geflügel ausreichend Beschäftigung und Scharrmaterial bietet.

1: Haltung mit Auslauf im Freien

Für Schweine und Rinder ist bei einer mit „1“ gekennzeichneten Haltung ein betonierter Außenauslauf ebenso möglich wie ein Grünauslauf. Relevant für diese Kategorie ist der Außenbereich außerhalb des Stalles. Dieser soll den Tieren Zugang zu Tageslicht, frischer Luft, einer unterschiedlichen Klimazone zum Stall, Witterungseinflüssen und getrennten Funktionsbereichen bieten. Zusätzlich sollen tierartspezifische Anforderungen gestellt werden – wie freies Abferkeln der Sauen, Mindestplatzvorgaben, Beschäftigungsmaterial und vieles mehr. 

Haltung mit Grünauslauf: Diese Kategorie bietet sich für Geflügel an. Hier sind betonierte Ausläufe eher unüblich und es gibt nach EU-Vermarktungsnormen für Geflügelfleisch bereits Vorgaben zu Haltungssystemen mit bestimmten Besatzdichten im Grünauslauf. Daran können sich Kriterien orientieren.

Ein solches Modell würde Verbrauchern die Möglichkeit geben, gezielt tierfreundliche Produkte zu kaufen. Dies könnte Produkte, die aus artgemäßer Haltung stammen, fördern. Das Erfolgsmodell der Eierkennzeichnung hat gezeigt, dass Verbraucher sogenannte Käfigeier im Regal gelassen haben. Langfristig könnte dies zu einem Umdenken in der landwirtschaftlichen Tierhaltung führen. Lesen Sie hier mehr über die genauen Kriterien zur Haltungskennzeichnung und die konkreten Vorteile der Haltungskennzeichnung für Erzeuger, Handel und Verbraucher.

mehr tierschutz für nutztiere

Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, die Haltungsbedingungen für Nutztiere zu verbessern.

jetzt spenden